17:27 28 Februar 2020
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    In Estland haben Kriminelle laut der Zeitung „Eesti Ekspress“ den Bundeswehr-Oberstleutnant und stellvertretenden Leiter des Nato-Cyber-Abwehrzentrums Franz Lantenhammer bestohlen und dabei Geräte mit Geheimdaten ergattert.

    Der Vorfall ereignete sich dem zufolge am 14. Mai 2017. Lantenhammer habe sein Auto auf einem Parkplatz im Zentrum Tallinns abgestellt. Eine halbe Stunde später habe er bei seiner Rückkehr entdeckt, dass die rechte Fensterscheibe eingeschlagen worden sei. Im Auto fehlten laut der Zeitung sein Rucksack, Koffer, Lenovo-Laptop, fünf USB-Sticks und ein Samsung-Tablet.

    Gegenüber der Polizei soll Lantenhammer eingeräumt haben, dass die USB-Sticks ein Staatsgeheimnis enthielten. Zudem seien auf dem Laptop Informationen für interne Nutzung der Nato gespeichert gewesen. Allerdings waren die Daten laut Lantenhammer verschlüsselt und mit PIN-Codes geschützt.

    Anhand der Aufnahmen von Überwachungskameras konnte die Polizei dem Blatt zufolge die Täter identifizieren. Bei ihnen handelte es sich um den 28-jährigen Wladislaw, der wegen Raubüberfälle und Drogendelikte mehrmals vorbestraft sei, und seinen 22-jährigen Komplizen Igor.

    Wladislaw habe bei der Festnahme alle gestohlenen Gegenstände bis auf den Laptop zurückgegeben, den er zuvor für 50 Euro verkauft haben soll. Die Polizei habe den Laptop allerdings finden können. Das Gericht verurteilte dem Blatt zufolge den 28-Jährigen zu 5,5 Jahren und seinen Komplizen zu eineinhalb Jahren Gefängnis.

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    Tags:
    Staatsgeheimnisse, NATO, Tallinn, Estland