01:49 23 April 2018
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    Ein Amerikaner in einem USA-Flaggen-Kostüm

    Geschluckt, geschnupft, gespritzt: Opioid-Krise in USA spitzt sich weiter zu

    © AP Photo / Ted S. Warren
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    Die Zahl der Todesfälle infolge von Überdosen opiathaltiger Medikamente und Drogen steigt in den USA seit Jahren unaufhörlich. Die jüngsten Statistiken zu Patienten, die Opioide mit Schmerzmitteln einnehmen, zeigen, dass kein Ende der Opioid-Krise in Sicht ist, berichtet das Portal „LiveScience“ unter Berufung auf die US-Gesundheitsbehörde CDC.

    „Die Hauptmörder der Amerikaner sind heute nicht Heroin oder Opiod-Schmerzmittel, sondern synthetische Substanzen wie Fentanyl. Diese sind für mehr als 30 Prozent aller Todesfälle bei Drogenabhängigen verantwortlich und machen etwa die Hälfte aller Überdosierungen bei Menschen aus, die Opioide eingenommen hatten. Wir brauchen eine neue, multilaterale Strategie zur Bekämpfung dieser Epidemie”, betonen Experten der US-Gesundheitsbehörde CDC.

    Laut den Experten verschlechtert sich die Situation weiter. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC  ist die Zahl der Menschen, die nach einem Opioid-Missbrauch in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, zwischen Juli 2016 und September 2017 um circa 30 Prozent gestiegen.

    Laut CDC sind im Jahr 2016 insgesamt mehr als 63.000 Amerikaner infolge einer Drogen-Überdosis gestorben, etwa 42.000 davon an Opioiden. In mehr als 40 Prozent der tragischen Fälle soll es sich um verschreibungspflichtige Betäubungs- und Schmerzmedikamente gehandelt haben.

    Dass die Zahl der Betroffenen um etwa ein Drittel angestiegen sei, sei auf die Popularität von Substanzen wie Fentanyl und seiner Derivative zurückzuführen. Die Zahl der Todesfälle durch Überdosen derartiger Substanzen habe sich in einzelnen US-Bundesstaaten um das Drei- bis Vierfache erhöht und allein im Jahr 2016 verdoppelt.

    Im Herbst hatte US-Präsident Donald Trump den Gesundheitsnotstand angesichts der Drogenepidemie ausgerufen.

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    Tags:
    Opioide, Todesfälle, Krise, Drogen, US-Gesundheitsbehörde CDC, Donald Trump, USA