18:15 14 November 2018
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    Asylbewerber in Erding bei München, Deutschland (Archiv)

    Islamisten in Deutschland: Ein Viertel sind Asylbewerber

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    Hunderte islamistische Gefährder sind nach Deutschland als Flüchtlinge eingereist. Einige von ihnen haben bereits einen Schutzstatus erhalten. Darüber berichtet der „Spiegel“ unter Verweis auf die Antwort der deutschen Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Vizefraktionsvorsitzenden im Bundestag Stephan Thomae.

    Demnach haben von rund 1560 Menschen, die von den Kriminalämtern als „Gefährder" oder „relevante Personen" der Extremistenszene eingestuft werden, 362 einen Asylantrag gestellt.

    Dabei seien 130 „Gefährder" und „relevante Personen" momentan ausreisepflichtig, weil ihr Asylantrag abgelehnt worden sei. Knapp 100 Personen seien im Gegenteil offiziell als Flüchtlinge anerkannt worden oder hätten einen anderen Schutzstatus erhalten.

    Thomae dringt darauf, schnellere Abschiebungen als ein Gegenmittel einzusetzen: „Es darf nicht sein, dass die Zahl der Gefährder in Deutschland weiter zunimmt, während die Zahl der Abschiebungen minimal bleibt", sagte er.

    Seit dem Terroranschlag in Berlin in Dezember 2016 haben Bund und Länder in Deutschland nach „Spiegel"-Informationen in 13 Fällen eine sofortige Abschiebungsanordnung erlassen. Bislang mussten zehn der betroffenen Personen ausreisen.

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    Tags:
    Flüchtlinge, Gefährder, Asylantrag, Asylbewerber, Extremisten, Islamisten, Abschiebung, Migranten, Asyl, Bundesregierung, Deutschland