23:51 15 Oktober 2018
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    Auto fährt in Menschenmenge in Münster – Wahrscheinlich Tat eines psychisch Labilen

    Auto fährt in Menschenmenge in Münster – Das ist bislang bekannt

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    Andreas Peter
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    In der Innenstadt von Münster ist ein Kleinlaster in eine Menschenmenge gefahren. Die Polizei bestätigte Sputnik bislang zwei Tote und 20 Verletzte. Auch der Fahrer des Kleinlasters sei tot. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Unser aktueller Kenntnisstand.

    Am Nachmittag ist ein Kleintransporter in eine Menschenmenge gefahren, die sich vor dem Restaurant „Kiepenkerl“ in der Innenstadt von Münster aufhielt. Das Zentrum der nordrhein-westfälischen Universitätsstadt ist ein beliebter Treffpunkt.

    Das Gebiet um das Restaurant wurde weiträumig abgesperrt, ein Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften ist vor Ort. Polizei und Stadtverwaltung forderten dazu auf, die Innenstadt vorerst zu meiden, um die Rettungs- und Ermittlungsarbeiten nicht zu stören.

    Die Polizei in Münster erklärte Sputnik auf Anfrage, dass bislang der Tod von drei Personen registriert wurde.

    Dabei handele es sich um zwei Personen, die sich vor dem Restaurant aufhielten, sowie um den Fahrer des Kleinlasters.

    Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul bestätigte diese Angaben und korrigierte damit zuvor getroffene Feststellungen seines Hauses über angeblich vier Tote.

    20 Menschen haben Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades erlitten und werden medizinisch versorgt. Darunter sollen sich auch lebensgefährlich verletzte Menschen befinden. Die Universitätsklinik von Münster hatte zu Blutspenden aufgerufen, konnte diesen Aufruf aber wieder aufheben.

    Die Polizei Münster teilt weiterhin mit, dass in alle Richtungen ermittelt werde, obwohl inzwischen festzustehen scheint, dass ein terroristischer Anschlag ausgeschlossen werden kann. Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen Reul erklärte dazu, bei dem Fahrer, der das Tatauto, einen Campingbus, in die Menschenmenge gesteuert habe, handele es sich um einen 48-jährigen Mann aus Münster mit bekannten psychischen Auffälligkeiten.

    Seine Wohnung in der Nähe des Tatortes ist Ziel von polizeilichen Durchsuchungsmassnahmen. Auch das Tatfahrzeug werde von der Spurensicherung der Polizei gründlich untersucht. Polizei, Politik und Stadtverwaltung fordern ungeachtet dessen über ihre Präsenzen in den sozialen Netzwerken dazu auf, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen, sondern auch mit Rücksicht auf die Angehörigen der Opfer die weiteren Ermittlungen abzuwarten.

    Bundespräsident und Bundeskanzlerin haben sich bestürzt über die Ereignisse von Münster gezeigt und allen Opfern und ihren Angehörigen ihr Mitgefühl übermittelt.

     

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    Café, Tote und Verletzte, Lkw, Anschlag, Bundespolizei, Münster, Deutschland