13:30 19 September 2018
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    Flüchtlinge in Berlin (Archiv)

    Hartz-IV: Mehr als Hälfte der erwerbsfähigen Arbeitslosen haben ausländische Wurzeln

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    Über die Hälfte der erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger in Deutschland haben ausländische Wurzeln. Als Hauptgrund dafür gilt der Zuzug von Flüchtlingen. Dies erklärte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg.

    Den aktuellen Statistiken vom September 2017 zufolge haben inzwischen 55,2 Prozent der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Deutschen einen Migrationshintergrund. 2013 waren es noch 43 Prozent. Die Zahlen wurden zuerst von der Zeitung „Die Welt” vorgelegt.

    Laut der Bundesagentur ist die Entwicklung erwartbar, und zwar aus dem Grund, dass die meisten Flüchtlinge wegen unzureichender Sprachkompetenzen oder Qualifikationen nach dem Abschluss ihres Asylverfahrens Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche haben und es bevorzugen, eine Grundsicherung von Jobcentern zu beziehen. Im Februar 2018 bezogen laut Veröffentlichungen der Bundesagentur für Arbeit 5,95 Millionen Menschen Hartz-IV. Von ihnen waren 4,26 Millionen erwerbsfähig.

    Mehr zum Thema: Sturm der Entrüstung: Deutschland kontert Hartz IV-Aussagen von Jens Spahn

    Nach BA-Statistik hat man einen Migrationshintergrund, wenn man im Ausland zur Welt kam oder mindestens einen Elternteil hat, der im Ausland geboren wurde. Die Angabe zur Herkunft im Jobcenter und den Arbeitsagenturen gilt als freiwillig.

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    Tags:
    Asylverfahren, Migrationshintergrund, erwerbsfähige Bevölkerung, Hartz IV, Deutschland