09:53 21 September 2018
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    Start einer Proton-Trägerrakete vom Raumbahnhof Baikonur (Archivbild)

    Europa erwägt Kauf von elf russischen Proton-Raketen

    © AFP 2018 / Kirill Kudryavtsev
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    Der britische Satellitenbetreiber OneWeb will bei Russland elf Proton-Raketen der schweren Klasse kaufen, um mit deren Hilfe eigene Raumapparate ins All bringen zu können. Das gab eine Quelle aus der russischen Raketen- und Raumfahrtbranche am Donnerstag gegenüber Sputnik bekannt.

    „Wir verhandeln zurzeit über den Abschluss eines Vertrags über den Start von elf Trägerraketen des Typs ‚Proton‘, die in die orbitale Gruppierung OneWeb aufgenommen werden“, so der Insider.

    Ihm zufolge ist der Beginn der Starts für das Jahr 2020 geplant.  

    Wie er weiter betonte, wird dieser Deal auf mehr als 500 Millionen US-Dollar (zirka 404 Millionen Euro) geschätzt. Sollte er zustande kommen, werde dies das größte Geschäft in der Geschichte der Proton-Raketen sein.

    Im Juni 2015 hatten Arianespace (Frankreich) und OneWeb (Großbritannien) einen Vertrag mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos über den Start von insgesamt 672 Satelliten mit 21 Sojus-Raketen geschlossen.

    Das Papier sieht 21 kommerzielle Sojus-Starts von 2017 bis 2019 vor und beinhaltet eine Option für weitere fünf Sojus-Starts ab 2020. Mindestens 15 Starts sollen von Baikonur und anderen russischen Weltraumbahnhöfen erfolgen. Für die weiteren soll der Startplatz Kourou in Französisch-Guayana genutzt werden.

     

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    Tags:
    Kauf, Vertrag, Proton, Roskosmos, Großbritannien, Frankreich, Russland