03:15 23 September 2018
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    Estland: Asylbewerber als russischer Spion verurteilt

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    Ein Kampfsporttrainer aus dem russischen Pskow, der im vorigen Sommer um politisches Asyl in Estland ersucht und behauptet hatte, er werde in Russland vom FSB verfolgt, ist von einem estnischen Gericht zu fünf Jahren Haft wegen „Zusammenarbeit mit diesem russischen Inlandsgeheimdienst“ verurteilt worden.

    Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht des Sicherheitspolizeiamtes Estlands (Kapo) hervor.

    „Michail Petrow (geboren 1973) wurde noch im Oktober 2017 verurteilt. Er erhielt fünf Jahre Gefängnis laut Artikel 233 des Strafgesetzbuches, der eine Strafe wegen nicht gewaltsamen Vorgehens eines Ausländers gegen Estland vorsieht. Nach Kapo-Angaben hatte Petrow schon in den 1990er Jahren mit dem FSB zusammengearbeitet und dieser Behörde Informationen über Mitarbeiter der estnischen Geheimdienste und über ihren Transport sowie sonstige Angaben geliefert“, heißt es in dem Bericht.

    Diese Information wurde auf einer Pressekonferenz vom Kapo-Leiter Arnold Sinisalu bestätigt, der allerdings nicht auf Einzelheiten eingehen wollte.

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    Tags:
    Haft, Asyl, Das Sicherheitspolizeiamt Estlands (KAPO), Estland, Russland