22:29 26 April 2018
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    Start einer Falcon- 9-Rakete  (Archivbild)

    SpaceX will Raketenteile mit „riesigem Partyballon“ aus dem Orbit holen

    © AP Photo / John Raoux
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    Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX wird versuchen, eine zweite Raketenstufe mit einem „riesigen Partyballon“ aus der Erdumlaufbahn zu holen. Dies teilte SpaceX-Chef Elon Musk am Sonntag via Twitter mit.

    „Das hört sich zwar verrückt an“, so Musk, aber SpaceX wolle eine zweite abgeworfene Raketenstufe mit einem  „Partyballon“ aus der Erdumlaufbahn holen. Diese soll demnach dann wieder auf der Erde auf einer Art Hupfburg landen.

    Der dafür vorgesehene Ballon soll mit Helium gefüllt sein und bei mehrfacher Schallgeschwindigkeit seine Form behalten können, schrieb der SpaceX-Gründer.

    Die Landung der mittleren Erststufe auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik ging schief. Die mittlere Erststufe war gut drei Minuten nach dem Start in einer Höhe von 92 Kilometern abgetrennt worden. Nach Angaben von SpaceX zündete jedoch nur eines von drei Triebwerken zur finalen Bremszündung. Die Erststufe verfehlte das Drohnenschiff um etwa 100 Meter und schlug mit rund 480 Kilometern pro Stunde auf dem Wasser auf.

    Anfang Februar ging die Landung einer Stufe der Großrakete „Falcon Heavy” im Atlantik schief.

    Elon Musk bei der Tesla-Präsentation (Archivbild)
    © AP Photo / Marcio Jose Sanchez
    Eine der drei Antriebsstufen, die nach dem Start zur Erde zurückzufliegen sollte, war bei der Landung abgestürzt. Nach SpaceX-Angaben  hatte nur eines der drei Triebwerke des Boosters funktioniert, was zu seinem Sturz ins Meer bei einer Geschwindigkeit von 480 Kilometern pro Stunde geführt hatte.

    Laut dem russischen Nachrichtenmagazin „Expert“ kostet unter den heutigen Bedingungen jeder Start einer Falcon Heavy ungefähr 90 Millionen US-Dollar und ist somit mindestens zehn Millionen teurer als der Start einer russischen Proton-M —Rakete.

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    Tags:
    Ballon, Falcon Heavy, Raketenstart, SpaceX, Elon Musk, Atlantik
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