10:07 19 Juli 2018
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    Selbstmordmaschine in Amsterdam aufgestellt - FOTO

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    Auf einer Ausstellung der Bestattungsindustrie in Amsterdam wurde ein Prototyp eines Tötungsautomaten vorgestellt. Darüber berichtet die Zeitung South China Morning Post.

    Der Apparat wurde von dem holländischen Designer Alexander Bannik und dem australischen Aktivisten Philip Nitschke, der viele Jahre für die Legalisierung der Sterbehilfe kämpfte, konstruiert.

    Das Gerät besteht aus einem Unterbau, der das Stickstoff-Reservoir verdeckt, und einer herausnehmbaren Kapsel, in die sich der Selbstmörder hineinlegt. „Er oder sie vernimmt ein leichtes Schwindelgefühl, verliert danach schnell das Bewusstsein und stirbt“, erklärt Nitschke.

    ​Die Erfinder hoffen, bis zum Jahresende ein funktionierendes Modell herstellen zu können. Auf der Ausstellung sind nur die Nachbildung und eine virtuelle Tour, die die Wahrnehmung des sich in der Kapsel befindenden Menschen greifbar machen soll, zu sehen.

    Nitschke und Bannik wollen alle Skizzen und weitere für eine selbständige Herstellung des Geräts nötige Informationen im Internet veröffentlichen.

    Im Jahr 1996 konnte Philip Nitschke die Legalisierung der Sterbehilfe in Nordaustralien erreichen. Kurze Zeit später verbot die Regierung diese wieder, jedoch waren zu dieser Zeit bereits vier Personen mit seiner Hilfe entschlafen.

    2008 wurde mitgeteilt, dass in Deutschland eine Selbstmordmaschine entwickelt wurde. Diese ermögliche es schwerkranken Menschen aller Länder, in denen die Sterbehilfe verboten ist, selbständig aus dem Leben zu gehen. Die Entwicklung unterstütze der deutsche Politiker Roger Kusch.

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    Tags:
    Gerät, Euthanasie, Sterbehilfe, Selbstmord, Philip Nitschke, Alexander Bannik, Amsterdam, Niederlande
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