07:21 21 November 2018
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    Britisches Atom-U-Boot HMS Vanguard (Archivbild)

    Wie ein britisches U-Boot vor Russlands Marine kuscht - Experte

    © Foto: CPOA(Phot) Tam McDonald/ MOD
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    Da tummelt sich laut Berichten diverser Medien ein U-Boot der Royal Navy im Mittelmeer und wartet auf den Angriffsbefehl. Als es aber darauf ankommt, kann es seine smarten Lenkwaffen nicht auf Syrien abfeuern.

    Ein Aussetzer? Mitnichten: Die russische Marine soll den Eindringling geortet und blockiert haben. Ein Experte wertet den russischen Einsatz als erstklassige Aktion.

    Fachmännisch und erfolgreich habe die russische Marine gehandelt, als sie den Raketenangriff eines britischen U-Boots gegen Syrien am vergangenen Samstag verhinderte, sagte der Marineexperte Wladimir Walujew, Admiral a.D., mehreren russischen Nachrichtenportalen.

    Die britische Zeitung „The Times“ hatte berichtet, ein mit Marschflugkörpern bewaffnetes U-Boot der Astute-Klasse sei im Mittelmeer von möglicherweise zwei russischen U-Booten gejagt worden. Der britischen Besatzung sei es zwar gelungen, mehrere Tage unentdeckt zu bleiben. Doch konnte die russische Marine die Briten letztlich orten und so ausmanövrieren, dass das britische U-Boot nicht nah genug an die syrische Küste heranfahren konnte, um seine Lenkwaffen abzufeuern.

    Dieser Einsatz der Russen sei „erstklassig“ verlaufen und verdiene die „Bestnote“, sagt Ex-Admiral Walujew. Nach Ansicht des Experten sind auch russische Kampfschiffe und Seefernaufklärer an der Jagd des britischen Eindringlings beteiligt gewesen. Demnach hatten zwei russische Fregatten die Briten dem russischen U-Boot in die Hände getrieben, ein U-Boot-Jäger des Typs Il-38 verfolgte es aus der Luft.

    „Erst geortet, hatte die britische Crew keine Möglichkeit mehr, ihren Verfolgern zu entkommen“, so der Experte.

    Eine kleine Chance hätten die Briten gehabt, wären sie nur von einem Kampfschiff, einem Seefernaufklärer oder einem dieselelektrischen U-Boot gejagt worden: „Die Einsatzdauer eines Diesel-U-Boots hängt von seiner Geschwindigkeit ab: mehrere Tage bei Schleichfahrt, nur wenige Stunden bei voller Fahrt“, erklärt der Fachmann. In so einem Fall wäre ein atomgetriebenes Boot wie die Astute-Klasse dem Verfolger nach spätestens fünf Stunden entwischt.

    Die USA, Großbritannien und Frankreich hatten am Samstagmorgen staatliche Einrichtungen in Syrien, die angeblich für die Herstellung von C-Waffen genutzt worden sein sollen, mit Raketen beschossen. In den frühen Morgenstunden hatten die drei Staaten mehr als 100 Marschflugkörper und Luft-Boden-Raketen auf syrische Infrastruktur abgefeuert. Die meisten davon konnte die syrische Flugabwehr abfangen. Russische Streitkräfte war an der Abwehr des Raketenangriffs nicht beteiligt, überwachten jedoch die Raketenstarts.

    Russlands Präsident Wladimir Putin verurteilte die Schläge als Aggressionsakt gegen einen souveränen Staat. Der angebliche chemische Angriff, der als Vorwand für die Schläge gedient hatte, wurde weder von russischen Militärexperten noch von Einheimischen in der Stadt Duma bestätigt.

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    Misserfolge, Pleite, Panne, Marschflugkörper, Raketenschlag, Atom-U-Boot, IL-38, Royal Navy, Wladimir Walujew, Duma, USA, Frankreich, Russland, Syrien, Großbritannien