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13:42 18 Oktober 2019
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    MDR sagt Sendung wegen umstrittenem „Neger“-Tweet ab

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    Der MDR Sachsen hat die Sendung „Dienstags direkt“ abgesagt, in der politische Korrektheit besprochen werden sollte, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. Grund dafür war ein umstrittener Tweet, der für Empörung und Kritik gesorgt hatte.

    Der Sender annoncierte die Sendung mit dem folgenden Tweet: „Darf man heute noch 'Neger' sagen? Warum ist politische Korrektheit zur Kampfzone geworden?“. An der Diskussion sollten Ex-AfD-Politikerin Frauke Petry, die Linken-Abgeordnete im Sächsischen Landtag, Kerstin Köditz, ZDF-Moderator Peter Hahne und Politikwissenschaftler Robert Feustel von der Universität Leipzig teilnehmen, so die „Süddeutsche Zeitung“.

    Nach der Veröffentlichung des Tweets warfen mehrere Nutzer der Redaktion Rassismus vor und baten, den Tweet zu löschen.

    Der Sender entschuldigte sich später „für die rhetorisch gemeinte Einstiegsfrage“ des Tweets. „Wir haben mit der Überspitzung die Gefühle vieler verletzt. Die Sendung ‚Dienstags direkt‘ thematisiert moralische Normen und Tabus in der Sprache und deren Verletzung“, so der MDR.

    Trotz der Entschuldigungen des Senders sagten Köditz und Feustel ihre Teilnahme an der Diskussion ab. „Das Thema wurde bei einer kurzfristigen Sendungsankündigung mittlerweile in eine Richtung (weiter-)gedreht, die vollends indiskutabel ist. Auf das Konzept der Sendung, den Tenor der Ankündigung und weitere Gäste hatten wir freilich keinen Einfluss“, schrieb Köditz auf ihrem Twitter-Account.

    Nach der Absage der Gäste erklärte der MDR via Twitter, er habe die Sendung abgesetzt.

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    Tags:
    Vorwürfe, Rassismus, umstritten, Tweet, MDR, Robert Feustel, Peter Hahne, Kerstin Köditz, Frauke Petry, Deutschland