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    Oligarch Beresowski kooperierte mit britischen Geheimdiensten – Generalstaatsanwalt

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    Der russische Oligarch Boris Beresowski soll im Fall Litwinenko gemeinsam mit den britischen Geheimdiensten agiert haben. Die Entscheidung, in die Heimat zurückzukehren, habe ihm das Leben gekostet. Dies erklärte der russische Generalstaatsanwalt Juri Tschaika am Mittwoch vor dem Föderationsrat.

    Der Offizier des russischen Geheimdienstes FSB und spätere britische Nachrichtendienstler Alexander Litwinenko verstarb 2006 in Großbritannien nach anfänglichen medizinischen Fehldiagnosen und Behandlungen an den Folgen einer Vergiftung mit Polonium 210.

    „Obwohl Beresowski eine Schlüsselrolle in dieser Provokation spielte, wurde dieses Szenario nicht von ihm entwickelt. Auch mit all seinen kriminellen Talenten war es für Beresowski physisch unmöglich, Polonium zu bekommen, das ist nicht sein Niveau“, sagte Tschaika.

    Der Generalstaatsanwalt ist sich nach eigenen Worten sicher, dass „Beresowski unter Kontrolle der britischen Geheimdienste und in Kooperation mit ihnen handelte. Als er später beschloss, in die Heimat zurückzukehren, musste er mit seinem  Leben bezahlen.".

    Laut Tschaika konnten die Geheimdienste nicht zulassen, dass der Träger des Geheimnisses über den gegen Litwinenko begangenen Akt des Nuklearterrorismus Großbritannien verlässt und die Geschichte  in Russland bekannt wird.

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    Tags:
    Provokation, Vergiftung, Geheimdienste, Boris Beresowski, Alexander Litwinenko, Großbritannien