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    Tauben (Symbolbild)

    Wegen beharrlichem Taubenfüttern gekündigt

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    Nun müssen sich Hauseigentümer nicht mehr gefallen lassen, dass ihre Nachbarn Tauben anlocken und füttern. Ein entsprechendes Urteil wurde vergangenen Freitag vom Obersten Gerichtshofs (OGH) veröffentlicht. Dies berichtete derStandard am Montag.

    Oft wird in der österreichischen Hauptstadt über Tauben, ihre Fütterung sowie die durch sie verursachten Verunreinigungen und Schäden gestritten.

    "Besonders schlimm wird es, wenn die Tauben auch in Wohnungen und Stiegenhäuser gelockt werden", sagte  Elke Hanel-Torsch von der Wiener Mietervereinigung gegenüber dem Blatt.

    Ein solches Verhalten könne eine Kündigung zur Folge haben. Zwar würde in den meisten Fällen eine Mahnung ausreichen, jedoch seien hin und wieder bei extrem tierliebenden Bewohnern "gewisse psychische Komponenten" gegeben, so die Mietschützerin weiter.

    Bei Taubenproblemen könnten Schädlingsbekämpfungsunternehmen Abhilfe schaffen. Dabei würden die Vögel nur vergrämt, ohne ihnen Schaden zuzufügen. Für die Fernhaltung der Tiere stünden zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, die vom Tierschutz abgesegnet seien.

    Erforderlich sei trotz allem ein Stück Konsequenz. "In Linz hat uns einmal eine Bewohnerin ihren von Tauben verdreckten Balkon gezeigt. Wir haben ihn gereinigt und mit Taubennetzen versehen", so Markus Karner vom Schädlingsbekämpfungsunternehmen Anticimex gegenüber der österreichischen Zeitung. "Dann hat sich die Dame kurz entschuldigt. Sie ging in den Hof hinunter – um dort die Tauben zu füttern."

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    Tags:
    Vögel, Folgen, Menschen, Wohnung, Tierschutz, Gesetz, Schaden, Tauben
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