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    Jets bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung „ILA Berlin“ (Archiv)

    Schlachtflugzeug Il-2 „Schturmovik“ nach Berlin zurückgekehrt – Star auf der ILA 2018

    © AFP 2018 / Ralf Hirschberger
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    Tilo Gräser
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    In Berlin-Schönefeld ist am Dienstag ein sowjetisches Kampfflugzeug vom Typ Iljuschin Il-2 „Schturmovik“ gelandet. Die restaurierte Maschine wird zur Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung „ILA Berlin“ vom 25. bis 29. April gezeigt. Die Il-2 ist bis heute der meistgebaute Flugzeugtyp weltweit.

    Der russische Pilot Wladimir Barsuk hat am Dienstag ein legendäres sowjetisches Schlachtflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg zurück an den Himmel in Deutschland gebracht. Am frühen Nachmittag landete er mit der restaurierten Iljuschin Il-2 mit der Nummer „19“ in Berlin-Schönefeld. Die Maschine wird auf der am Mittwoch beginnenden und bis Sonntag andauernden Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung „ILA Berlin“ zu sehen sein.

    Die legendäre Il-2 kurz nach der Landung in Berlin-Schönefeld
    © Sputnik / Tilo Gräser
    Die legendäre Il-2 kurz nach der Landung in Berlin-Schönefeld

    Die Il-2 war ein sogenanntes Schlachtflugzeug für den Kampf gegen Bodenziele. Sie gilt bis heute als der meistgebaute Flugzeugtyp aller Zeiten. Über 36.000 Exemplare wurden von der Maschine gebaut, die im Zweiten Weltkrieg „Fliegender Panzer“ oder „Schturmovik“ genannt wurde. Sie wurde ab 1939 vom sowjetischen Konstruktionsbüro Iljuschin entwickelt und ab 1941 in Serie gebaut. Am bekanntesten wurde die Version Il-2M3 mit einem Bordschützen hinter dem Piloten. Das Kampfflugzeug war auch in der Schlacht um Berlin im Einsatz. Zuletzt war es im Korea-Krieg 1950-53 bei der nordkoreanischen Armee eingesetzt worden.

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    Legende neben aktuellen Flugzeugen

    Die nun in Berlin gelandete Il-2 mit dem roten Stern und der roten Nummer 19 ist ein restauriertes Exemplar, das 2016 erstmals wieder in die Luft stieg. Zuvor hatte es etwa 68 Jahre am Grund eines Sees im Gebiet Murmansk gelegen. Dort war es 2011 entdeckt, gehoben und dann wieder aufgebaut worden. Weltweit gibt es nur noch zwei flugfähige Exemplare der Il-2.

    Das Nato-Überwachungs- und Spionageflugzeug Boeing E-3 Awacs nach der Landung in Berlin
    © Sputnik / Tilo Gräser
    Das Nato-Überwachungs- und Spionageflugzeug Boeing E-3 Awacs nach der Landung in Berlin

    Das legendäre Flugzeug gehört zu den zahlreichen historischen und aktuellen Maschinen, die auf der diesjährigen ILA am Boden und in der Luft zu sehen sein werden. Zu den modernsten Typen zählt dabei das US-Kampfflugzeug F-35, das auch im Flug gezeigt wird. Neben zahlreichen militärischen Exponaten ist die Zivilluftfahrt ebenso präsent, so der neueste Airbus vom Typ A350. Auch das größte Passagierflugzeug der Welt, die Airbus A380, wird zu bestaunen sein.

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    Der neue Airbus A350 am Dienstag über dem ILA-Gelände
    © Sputnik / Tilo Gräser
    Der neue Airbus A350 am Dienstag über dem ILA-Gelände

    Russische Unternehmen vertreten

    Neben der Luftfahrt hat die Raumfahrt wieder einen prominenten Platz auf dem Ausstellungsgelände neben dem immer noch nicht eröffneten neuen Flughafen Berlin-Schönefeld BER. Der russische Raumfahrtkonzern „GK Roskosmos“ ist mit einem Gemeinschaftsstand aller führenden Firmen der Branche vertreten. Dabei werden vor allem Modelle von Raumflugkörpern, Triebwerken, Weltraumrobotern und künftigen Startanlagen präsentiert.

    Der US-Transporthubschrauber Lockheed Martin CH-53K wird erstmals außerhalb der USA auch fliegend zu sehen sein
    © Sputnik / Tilo Gräser
    Der US-Transporthubschrauber Lockheed Martin CH-53K wird erstmals außerhalb der USA auch fliegend zu sehen sein

    Die Wissenschaftliche Produktionsvereinigung (NPO) „Energomasch“ präsentiert nach Angaben des Raumfahrtjournalisten Gerhard Kowalski unter anderem Modelle ihrer Triebwerke RD-191, RD-108A und RD-275, während die NPO „Lawotschkin“ ihre astrophysikalischen Observatorien Spektr-R, Radioastron und Spektr-RG sowie die Mondsonde Luna-Glob zeigt. Zudem werde ein Modell der geplanten Angara-Startrampe für das neue Kosmodrom Wostotschny im Amur-Gebiet und der Kommandostand für die Steuerung eines Weltraumroboters zu sehen sein. Auch russische Luftfahrt- und Technologieunternehmen sind unter den ausstellenden Firmen.

    Die ILA 2018 wird am Mittwoch von Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet. Frankreich ist in diesem Jahr Partnerland. Die französisch-deutsche Partnerschaft soll durch einen gemeinsamen Anflug der bundesdeutschen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihrer französischen Amtskollegin Florence Parly mit einem Transportflugzeug Airbus A400M symbolisiert werden. Am Samstag und Sonntag können Privatbesucher die ILA besuchen. Sputnik wird von der Ausstellung berichten.

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    Tags:
    Luftfahrtmesse, Airbus A-380, Il-2, Roskosmos, Ursula von der Leyen, Angela Merkel, UdSSR, Deutschland, Russland
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