04:50 16 August 2018
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    Raketenkomplexe S-400 auf der russischen Luftwaffenbasis Hmeimim (Archivbild)

    Syrien: Russische Luftverteidigung vernichtet Flugobjekte im Anflug auf Hmeimim-Basis

    © AFP 2018 / Paul Gypteau
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    In Syrien ist möglicherweise ein Angriff auf die russische Hmeimim-Basis verhindert worden. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden bei Nachtanbruch mehrere unbekannte Flugobjekte bei ihrem Anflug auf die Hmeimim-Basis geortet und vernichtet.

    Um was für Flugobjekte es sich gehandelt hatte, ist im Moment unklar — auch ihr Ursprung konnte noch nicht identifiziert werden. Es soll sich aber um "kleinere unbekannte Objekte" — möglicherweise Drohnen — gehandelt haben.

    Nach Angaben eines russischen Militärangehörigen der Hmeimim-Basis gibt es im Stützpunkt keine Schäden oder Verletzten — die Arbeit werde regulär fortgesetzt.

    "Am 24. April bei Anbruch der Dunkelheit wurden mittels der Luftraumkontrollsysteme des russischen Luftwaffenstützpunktes Hmeimim in einiger Entfernung vom Flugplatz kleinere Flugobjekte unbekannter Herkunft entdeckt. Das Luftverteidigungssystem der russischen Luftwaffenbasis hat alle Luftziele vollständig zerstört", sagte der Militärangehörige.

    Nur kurze Zeit zuvor hatten pro-oppositionelle Internetportale berichtet, dass die russische Luftverteidigung mehrere bewaffnete Drohnen unbekannter Herkunft bei ihrem Anflug auf die Basis abgeschossen hätte. Diese Angaben wurden bislang allerdings offiziell nicht bestätigt.

    Der Luftraum rund um die russische Basis ist unter ständiger Kontrolle der russischen Abwehrsysteme — auch weil ähnliche Vorfälle immer wieder passieren.

    Erst heute Mittag wurde gemeldet, dass mehrere US-Spionageflugzeuge in der Nähe der russischen Stützpunkte in Syrien geortet worden waren.

    Der bislang umfangreichste Angriff auf die Hmeimim-Basis fand in der Nacht zum 6. Januar 2018 in einem koordinierten Angriff von rund Dutzend Sprengstoff-Drohnen statt. Die russische Armee konnte damals nach eigenen Angaben 13 Drohnen entweder im Anflug abschießen oder unter Kontrolle bringen. Nach Erkenntnissen des Verteidigungsministeriums in Moskau waren die Drohnen fast 100 Kilometer von den Stützpunkten entfernt gestartet und per GPS ins Ziel gesteuert worden.

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    Tags:
    Luftverteidigung, Drohnen, Angriff, Stützpunkt, Hmeimim, Syrien, Russland
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