05:40 21 September 2018
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    Medien vor dem Gerichtshof in Kopenhagen

    Mord an Journalistin: Lebenslange Haft für dänischen U-Boot-Bauer Madsen

    © AFP 2018 / Mads Claus Rasmussen / Ritzau Scanpix
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    Der dänische Erfinder Peter Madsen, der die schwedische Journalistin Kim Wall auf seinem U-Boot im August 2017 umgebracht haben soll, ist zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Dies teilte das Gericht in Kopenhagen am Mittwoch mit.

    Dem Dänen wird vorgeworfen, die 30 Jahre alte Journalistin Kim Wall am 10. August 2017 in seinem U-Boot missbraucht und ermordet zu haben. Madsen soll Wall gefesselt und mit spitzem Werkzeug auf sie eingestochen haben.

    Anschließend soll der Täter die Frau enthauptet und die Leiche zerstückelt und über Bord geworfen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der 47-Jährige dabei eine Sexfantasie ausgelebt haben. Die Schmerzen des Opfers erregten Madsen, sagen die Ermittler, da sie Spermaspuren in seiner Unterhose fanden.

    Laut Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen soll Wall ein Zufallsopfer gewesen sein, obwohl die Tat offensichtlich geplant war. Nach seinen Worten hatte Madsen zuvor andere Frauen eingeladen, zu ihm auf das U-Boot zu kommen.

    Madsen selbst erklärte vor Gericht, es hätte keinen sexuellen Missbrauch gegeben. Er sagte, der Tod der Journalistin sei ein tragischer Unfall gewesen, und fügte hinzu, alles, was geschehen sei, tue ihm „sehr, sehr leid“.

    Der Täter trete extrem unglaubwürdig auf und sei schwer gestört, hieß es in der psychologischen Beurteilung.

     

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    Tags:
    Gerichtsurteil, Folter, Mord, Missbrauch, Journalistin, Peter Madsen, Dänemark