15:57 18 November 2018
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    Sex-Puppe (Symbolbild)

    Erstes Hotel mit Sex-Robotern in Moskau: Wozu führt Robotisierung der Sex-Leistungen?

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    Ende April wird in Moskau das Rekreationszentrum für Erwachsene „Dolls Hotel“ eröffnet, auf dessen Basis das erste legale Bordell in Russland „LumiDolls“ mit Sex-Robotern arbeiten wird. Was verbirgt in sich hinter der Robotisierung der Sex-Leistungen? Diese und andere Fragen hat Sputnik mit Experten besprochen.

    Der Sexologe Lew Scheglow glaubt, dass „Dolls Hotel“ seine Nische in der Sexindustrie besetzen könne.

    „Die russische Gesellschaft ist doch ziemlich konservativ. Jede sexuelle Neuheit wird mit Verdacht, und manchmal feindlich aufgenommen. Aber mit der Zeit wird sich alles normalisieren, falls die öffentliche Meinung bei den Medien oder im Fernsehen nicht aufgepeitscht wird“, sagte Scheglow gegenüber Sputnik.

    Der Professor merkte an, heute gebe es in Moskau etwa 200 Sex-Shops. „Diejenigen, die sie brauchen, besuchen sie, diejenigen, die sich mit ihnen unwohl fühlen, bemerken sie einfach nicht“.

    Laut Scheglow wird Dolls Hotel seine Kunden finden. „Jede Gesellschaft ist doch heterogen. Die Männer, die aus irgendwelchem Grund in einer langen Trennung von ihren Sexualpartnern sind und die nicht untreu werden wollen, können Sex mit Puppen haben“.

    Die Berichte ausländischer Medien über eine gefährliche Abhängigkeit der Männer von Sex-Puppen hält der Sexologe für übertrieben. „Es ist nur eine Farbe, eine Emotion im sexuellen Leben des Menschen“.

    Der Professor und Autor der Bücher über Sexologie Alexander Polejew ist der Ansicht, dass der Sex-Ersatz eine reale Partnerin nicht ersetzen könne.

    „Keine Technologie wird wiedergeben, wie unsere Haut auf Berührung reagiert. Genau dies, und nicht nur der visuelle Eindruck, prägt weitgehend unsere Sucht. Im Ergebnis wird das wahre sexuelle Vergnügen zwischen einem Mann und einer Frau erreicht“, so Polejew.

    Der Gründer von Dolls Hotel, Dmitri Alexandrow, sieht in diesem Projekt wichtige Vorteile. „Die Gründung eines Rekreationszentrums für Erwachsene in Russland ist nicht nur ein legaler und sicherer Weg, ins sexuelle Leben Abwechslung zu bringen, sondern auch ein Schritt zur Beseitigung eines der ältesten Probleme der Zivilisation – der Ausbeutung von Frauen, und zwar der Prostitution. Es ist auch eine unschätzbare Hilfe für Menschen mit psychischer Abartigkeit“, sagte Alexandrow.

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    Robotisierung, Roboter, Sexpuppen, Sex, Alexander Polejew, Lew Scheglow, Moskau, Russland