09:03 21 November 2018
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    Russlands Botschaft in Großbritannien

    Russische Botschaft verspottet Medienreaktion auf Enthüllung von Giftgas-Inszenierung

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    Die russische Botschaft in London hat am Freitag auf Twitter über die Reaktion der Zeitung „The Times“ auf die Enthüllung der Inszenierung der angeblichen Giftgasattacke im syrischen Duma gespottet.

    Ein Artikel des Blattes erschien mit dem Titel „Obszöne Maskerade der Familie aus Duma“.

    „Westliche Diplomaten haben Russland und Syrien eine ‚obszöne Maskerade‘ vorgeworfen, nachdem diese Länder bei einer Pressekonferenz einen elfjährigen Jungen in dem Versuch vorgestellt hatten, die Erklärungen über eine angeblich vom Assad-Regime organisierte Giftgasattacke zu widerlegen“, heißt es darin.

    ​Die russische Botschaft reagierte prompt und schrieb: „Wenn du nicht zugeben kannst, dass du beim Lügen erwischt wurdest, und du immer noch was sagen musst.“

    Am Donnerstag hatte im OPCW-Hauptquartier in Den Haag ein Pressegespräch stattgefunden, an dem 17 Syrer, darunter auch die Familie des elfjährigen syrischen Jungen Hassan Diab, der in einem Video von den „Weißhelmen“ als eines der „Opfer des Chemiewaffenangriffs“ in Duma vorgestellt worden war, sowie Ärzte des örtlichen Krankenhauses teilnahmen. Ihnen zufolge hatte es in Duma gar keinen Giftgasangriff gegeben. Dieser sei inszeniert worden. 

    Oppositionelle syrische Internetportale hatten Anfang April über einen Chlorgas-Einsatz mit Dutzenden Toten in der damals noch von Rebellen kontrollierten Ortschaft Duma östlich von Damaskus berichtet, aber keine Beweise vorgelegt.

    Ihre Informationen wurden schnell von westlichen Medien und Spitzenpolitikern aufgegriffen, die die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad für die angebliche Attacke verantwortlich machten. Damaskus weist diese Anschuldigungen entschieden zurück.

     

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    Tags:
    Inszenierung, Giftgasangriff, OPCW, The Times, Russland, Syrien, Großbritannien