17:23 15 November 2018
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    Riesige „tote Zone“ am Meeresgrund entdeckt

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    Wegen eines dramatischen Sauerstoffmangels ist in den letzten Jahren am Grund des Golfs von Oman im Arabischen Meer eine riesige „tote Zone” entstanden, schreiben Forscher von der britischen University of East Anglia (UEA) im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“.

    „Das Arabische Meer galt lange Zeit als eine der größten ‚toten Zonen‘ im Weltmeer, aber bisher konnte es aufgrund von Piraterie und Konflikten in der Region niemand nachweisen”, erklärte der Forschungsleiter Dr. Bastien Queste von der School of Environmental Sciences der UEA. Die aktuelle Forschung zeige aber, dass die Situation tatsächlich schlimmer als befürchtet sei – und zwar, dass das Gebiet der sogenannten „Totzone“ riesengroß sei und immer weiter wachse.

    Die Entstehung von Bereichen ohne Sauerstoff, die als „tote Zonen“ bezeichnet werden, werde durch Düngemittel und Abwässer, die vom Land in die Meere fließen, gefördert, heißt es.

    Nitrate und andere Stoffverbindungen sickern in die Flüsse und von dort aus bis in die Küstengebiete der Meere, was zu einer schnellen Vermehrung einzelliger Algen führt. Für deren Zersetzung wird der größte Teil des im Ozean vorhandenen Sauerstoffs gebraucht. Die meisten der dort lebenden Organismen und Tiere können unter solchen Bedingungen einfach nicht überleben.

     

     

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    Tags:
    Sauerstoff, Meerestiere, Forschung, das Arabische Meer, Golf von Oman, Oman