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    Besucher an der Gedenkstätte am Ort des im Terroranschlag zerstörten World Trade Center (Archivbild)

    US-Gericht: Iran soll Milliarden Dollar an Familien der 9/11-Opfer zahlen

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    Ein US-Gericht hat den Iran verurteilt, über sechs Milliarden Dollar an die Familien der Opfer von den Terroranschlägen am 11. September 2001 zu zahlen. Das berichtet das Portal ABC News unter Berufung auf Gerichtsdokumente.

    Ein Bundesrichter in New York erklärte den Iran, die Iranische Revolutionsgarde sowie die iranische Zentralbank am Dienstag verantwortlich für den Tod von 1008 Menschen. Demnach soll der Iran den Flugzeugentführern von 9/11 Hilfe und Schulung gewährt haben. Dies sagte der Richter, obwohl die 9/11 Commission, die die Ursachen der Terroranschläge von 2001 untersuchte, keine unmittelbaren Beweise für eine Unterstützung des Irans fand, so das Portal.

    Dem Gerichtsurteil zufolge soll der Ehepartner eines Opfers 12,5 Millionen Dollar, ein Elternteil und ein Kind 8,5 Millionen Dollar, ein Geschwister 4,25 Millionen Dollar Schadenersatz bekommen. Die gesamte Summe der Entschädigungen übersteigt sechs Milliarden Dollar.

    Im Herbst 2016 hatte der US-Kongress das JASTA-Gesetz (Justice Against Sponsors of Terrorism Act) verabschiedet. Es erlaubt US-Gerichten, ganze Länder für Terrorismus zu verklagen. Das Urteil gegen den Iran ist Teil eines größeren Streitfalls, den Familien von Opfern der Anschläge vom 11. September 2001 gegen Saudi-Arabien verfolgen.

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    Tags:
    Terrorfinanzierung, Bank, Entschädigung, Terroranschlag, Gesetz, Opfer, 9/11, US-Kongress, Iran, USA
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