12:18 21 September 2018
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    Facebook (Symbolbild)

    Nach Facebook-Affäre: Im Datenskandal involvierte Firma gibt auf

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    Die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica, die im Mittelpunkt des aktuellen Datenskandals um das soziale Netzwerk Facebook stand, stellt seine Dienste ein. Das hat die Firma am Mittwoch auf ihrer Webseite mitgeteilt.

    Aus der Pressemitteilung geht hervor, dass die Firma sich selber offenbar als Opfer einer inadäquaten Berichterstattung durch die Medien sieht. Die Unternehmenschefs betonen ihr „festes Vertrauen, dass die Beschäftigten ethisch und rechtmäßig gehandelt haben“.

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    „In den vergangenen Monaten war Cambridge Analytica Subjekt zahlreicher unbegründeter Anschuldigungen. Trotz der Bemühungen zur Richtigstellung wurde das Unternehmen verunglimpft für Aktivitäten, die nicht nur legal sind, sondern auch weithin als Standards in der Online-Werbung im politischen und wirtschaftlichen Bereich gelten“.

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    Laut der Zeitung „New York Times“ hatte Cambridge Analytica gesetzwidrig den Zugang zu Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern erlangt. Anhand dieser Informationen hatten Experten die politischen Präferenzen von Wählern eingeschätzt und ihnen Werbung zugespielt, die ihren Interessen entsprach. Die Firma hatte auch für das Wahlkampfteam des heutigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump gearbeitet.

    Der Datenskandal um Cambridge Analytica erschütterte das Vertrauen in Facebook massiv. Der CEO des IT-Unternehmens, Mark Zuckerberg, musste vor dem US-Kongress aussagen. Facebook versprach, die Daten seiner Nutzerinnen und Nutzer besser zu schützen.

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    Tags:
    Datenleak, Datenmissbrauch, Soziale Medien, Wahleinmischung, Sozialnetzwerke, Daten, Wahlkampagne, soziale Netze, Computer, Smartphones, Werbung, Wahlkampf, Datenschutz, IT, Cambridge Analytica, Facebook, Donald Trump, Mark Zuckerberg, Großbritannien, USA