16:27 10 Dezember 2018
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    Krokodil (Symbolbild)

    Kaltblütig beim Musikhören? Deutsche Forscher spielen Bach für Krokodile

    CC BY 2.0 / Paul Hudson / Cuban Crocodile
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    Forscher aus der Ruhr-Universität Bochum haben Krokodilen mehrere Aufnahmen klassischer Musik vorgespielt, um ihre Hirnreaktion auf komplexe Töne zu testen. Dies berichtet Science Daily unter Berufung auf das Fachblatt “Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences”.

    Die Krokodile seien in Kernspintomographen gelegt worden und hätten Werke der klassischen Musik, darunter Kompositionen von Johann Sebastian Bach, zu hören bekommen. Dies soll bei den Reptilien Hirnbereiche angeregt haben, die zuvor nicht auf einfachere Läute reagiert hätten.

    Ähnliche Ergebnissen sollen Experimente an Vögeln und Säugetieren gebracht haben.

    Durch die Studie seien die Forscher zu der Schlussfolgerung gelangt, dass die Fähigkeit zur Analyse komplexer Töne bereits zu den Zeiten der Urwirbeltiere existent war.

    Krokodile zählen zu den ältesten heute noch lebenden Wirbeltieren und „seien das Glied zwischen den Dinosauriern und Vögeln“. Somit gewährt die Untersuchung „einen tiefen Einblick“ in die Evolution. 

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    Tags:
    Evolution, Tiere, Gehirn, Musik, Forschung, Reptil, Krokodil, Ruhr, Bochum, Deutschland