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    Russland reißt militärisches Atom-Bio-Labor bei St. Petersburg ab

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    Ein strahlenbiologisches Labor des russischen Militärs bei Sankt Petersburg soll demnächst abgerissen werden. Der Auftragnehmer wird bereits per Ausschreibung gesucht.

    Das 1970 gebaute strahlenbiologische Labor des 12. Forschungsinstituts des Verteidigungsministeriums ist für die Durchführung strahlenbiologischer Forschungen unter stationären Bedingungen sowie für die Vorbereitung von radioaktiven Stoffen zur Verwendung und für die Entsorgung von radioaktiven Abfällen benutzt worden. Seit 1986 sollen dort aber keine weiteren Arbeiten an strahlenden Substanzen durchgeführt worden sein.

    Das Unternehmen „Radon“ (gehört zur Staatskorporation „Rosatom“ und beschäftigt sich mit der Behandlung radioaktiver Abfälle – Anm.d.Red.)  hat einen offenen Wettbewerb für den in diesem Jahr vorgesehenen Abriss des strahlenbiologischen Laborgebäudes und für die Sanierung des Territoriums, auf dem sich das Gebäude befindet, organisiert.

    Im Jahr 2017 wurden die Arbeiten zur Demontage der strahlenbelasteten Einrichtung des Labors sowie zur Dekontaminierung seiner Bauteile durchgeführt. Die sich daraus ergebenden radioaktiven Abfallstoffe sind herausgeschafft worden.

    Die allgemeine Aufgabe des 12. Forschungsinstituts des Verteidigungsministeriums besteht in der wissenschaftlichen Unterstützung der Verteidigung des Landes gegen einen Atomangriff. Zu den Hauptrichtungen in der Tätigkeit des Forschungsinstituts gehören die Untersuchung der Auswirkungen von schädigenden Faktoren einer Atomexplosion sowie ihr Einfluss auf militärische Ausrüstung, Technik, Anlagen und Menschen. Das Forschungsinstitut beschäftigt sich auch mit der Entwicklung von Empfehlungen für die Truppen zum Schutz der Mannschaften und Kampftechnik gegen Atomwaffen.

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    Tags:
    Abfälle, Labor, Abriss, Atomangriff, Verteidigungsministerium Russlands, St. Petersburg
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