07:35 19 August 2018
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    Ein russisches U-Boot (Symbolbild)

    Nach Kollision versunken: Russisches U-Boot vor Krim entdeckt

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    Eine Expedition hat das Heck des russischen U-Bootes „Kambala“, das im Jahr 1909 versunken war, auf dem Grund des Schwarzen Meeres nahe der Küste von Sewastopol (Krim) ausfindig gemacht. Dies teilte Wiktor Lebedinski vom russischen Institut für Orientalistik am Sonntag gegenüber Sputnik mit.

    „Eine gemeinsame Expedition der Russischen Geographischen Gesellschaft, der Universität von Sewastopol und der Nachimow-Marinehochschule hat den Ort des Untergangs des russischen U-Bootes ‚Kambala‘ bestimmt“, berichtete Lebedinski.

    „Das Heck befindet sich in einer Tiefe von 62 Metern, der konkrete Ort ist die Bucht ‚Kruglaja‘. Es wird geplant, das Objekt mit Hilfe von Tiefseerobotern zu untersuchen“, fügte er hinzu.

    „Kambala“ war eines von drei Groß-U-Booten, die für Russland in Deutschland gebaut worden waren. Es war 40 Meter lang und drei Meter hoch.
    Das U-Boot versank am 29. Mai 1909 infolge eines tragischen Unfalls während Übungen der russischen Schwarzmeerflotte. Bei einem Nachttraining stieß das U-Boot vor der Juschnaja Bucht (dt. Südliche Bucht) von Sewastopol mit dem russischen Großkampfschiff „Rostislaw“ zusammen. „Kambala“ wurde dabei in zwei Teile gerissen und sank 60 Meter tief, wie Lebedinski erzählte. Drei Offiziere und 17 Matrosen kamen ums Leben. Im Sommer des gleichen Jahres wurde der vordere Teil des U-Bootes mit 15 Leichen an Bord an die Oberfläche gehoben.

    Dem Wissenschaftler zufolge war das die erste große Katastrophe in der Geschichte der russischen U-Schiffsflotte. Die Gesellschaft sei von diesem Ereignis erschüttert gewesen.

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    Tags:
    Großkampfschiff, Tiefseeroboter, "Kambala", U-Boot, Kollision, russische U-Schiffsflotte, Nachimow-Marinehochschule, Sputnik, russisches Institut für Orientalistik, Wiktor Lebedinski, Deutschland, Sewastopol, Schwarzmeer-Halbinsel Krim, Russland
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