17:42 15 November 2018
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    Der russische Präsident Wladimir Putin und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu sehen sich den Ausschnitt aus dem Film „Sobibor“  an, 29. Januar 2018

    „Emotionelle Erinnerungskultur“: Weltkriegsdrama „Sobibor“ in Berlin vorgestellt

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    Das russische Weltkriegsdrama „Sobibor“, das dem einzigen erfolgreichen Aufstand der Gefangenen in einem Nazi-Vernichtungslager gewidmet ist, ist am Mittwoch im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin vorgestellt worden.

    „Die Erinnerungskultur kann sowohl in kalten Zahlen zum Ausdruck gebracht werden, die hin und her geändert werden können, als auch in Gefühlen und Emotionen", sagte der Schauspieler Alexander Chabenski, der im vorgestellten Film Regie geführt und die Hauptrolle gespielt hatte, bei einer Pressekonferenz im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur. Die deutsche Premiere des Films fand am Mittwochabend im „Zoo Palast Berlin" statt. Das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin wird das Weltkriegsdrama „Sobibor" am 18. und 19. Mai vorführen.

    Sein Team habe versucht, Gefühle und Emotionen zu betonen, weil „jeder normale Mensch versteht, was Schmerz, Angst, Hunger und Liebe bedeutet, denn er hat es einmal empfunden", so Chabenski. „Diese Erinnerungskultur ist eine gute Ergänzung für alle Zahlen, die mit dem Krieg und der Geschichte der Konzentrationslager verbunden sind".

    Dieses Herangehen bei der Darstellung der Geschichte sei kein typisch russisches, sondern ein „allgemeinmenschliches", betonte Chabenski. Sein Filmstab habe einen Film „über Menschen und für Menschen" aufgenommen. „Und wir haben es geschafft", sagte er.

    Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit, die im Vernichtungslager Sobibor am 14. Oktober 1943 passiert war. Der sowjetische Offizier Alexander Petscherski hatte einen Aufstand der Gefangenen im Vernichtungslager Sobibor auf dem polnischen Territorium organisiert, denen es gelang, aus dem Lager auszubrechen. Am Dienstag hatte Chabenski seinen Film in der russischen Botschaft in Wien vorgestellt.

    Der Spielfilm „Sobibor" wird von der Mediengruppe „Rossizy Segodhya", darunter auch von der Nachrichtenagentur „Sputnik" unterstützt.

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    Tags:
    Vernichtungslager, Aufstand, Film, Zweiter Weltkrieg, Russisches Haus der Kultur und Wissenschaft, Konstantin Chabenski, Sobibor, Polen, Deutschland, Russland