15:02 21 November 2018
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    Forscher entdecken 78.000 Jahre alte Höhle

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    Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena hat in der Panga ya Saidi Höhle nahe der kenianischen Küste einen umfassenden archäologischen Fund gemacht, schreibt die Zeitschrift „Nature Communications”.

    Die Panga ya Saidi Höhle weist demnach Aktivitäten von Jägern und Sammlern, sowie von Bewohnern aus der Eisenzeit auf. In der Höhle wurden kleinere Artefakte, die vor rund 67.000 Jahren gefertigt worden waren, gefunden, hieß es. Diese sollen den bemerkenswerten Technologiewandel, der die spätere Steinzeit kennzeichnet, widerspiegeln.

    „Die Fundstelle umfasst die letzten 78.000 Jahre und ist somit die längste nachgewiesene archäologische Sequenz für Ostafrika“, betonen die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte.

    Die Untersuchungen ergaben, dass die Höhle über Tausend Jahre hinweg als Lebensraum von Menschen genutzt wurde. Ein Hinweis darauf  seien Tierknochen und Stoßzähne, deren Alter zwischen 48.000 und 25.000 Jahren liegt, sowie Schmuckperlen aus Straußeneiern, die vermehrt vor rund 25.000 Jahren gefertigt wurden.

    „Das Hinterland der ostafrikanischen Küste und seine Wälder wurde lange Zeit als für die menschliche Evolution marginal erachtet. Die Entdeckungen aus der Panga ya Saidi Höhle werden sicherlich die Ansichten und Wahrnehmungen in der Archäologie verändern”, erklärte Projektleiterin Dr. Nicole Boivin, Direktorin der Abteilung für Archäologie am Max-Planck-Institut.

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    Tags:
    Artefakte, Geschichte, Entdeckung, Archäologen, Max-Planck-Institut, Afrika, Kenia