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    Kampf gegen Fischwilderei (Archivbild)

    Ukrainer wollten fischen und gingen dem FSB an die Angel

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    Grenzbeamte der südrussischen Region Krasnodar haben im Asowschen Meer einen Kutter mit zwei Mann an Bord aufgebracht, die sich nicht ausweisen konnten und unerlaubten Fischfang betrieben haben. Dies teilt der Pressedienst der Grenzverwaltung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB für die Region Krasnodar mit.

    Nach den Angaben der Behörde soll das Schiff bereits am Donnerstag von den Grenzern gesichtet worden sein.

    „An Bord befanden sich zwei Fischer, die unerlaubten Fang von biologischen Meeresressourcen, darunter zwei russische Störe, die ins Rotbuch (der vom Aussterben bedrohten Arten – Anm. d. Red.) eingetragen sind, betrieben haben. Der Kutter und die Wilderer, die sich nicht ausweisen und auch keine Fischfanggenehmigung vorlegen konnten, wurden zur Feststellung ihrer Identität und zum Treffen einer Entscheidung prozessualen Charakters in den Hafen Jejsk gebracht“, teilt die russische Grenzbehörde mit.

    Die ukrainische Verwaltung für Notsituationen des Gebiets Saporishshja hatte zuvor mitgeteilt, dass am 10. Mai im Gewässer des Asowschen Meeres zwei Fischer aus Berdjansk  verschwunden seien, die von der Berdjansker Landzunge aus aufs Meer hinausgefahren und nicht zurückgekehrt wären. Am Freitagabend soll die Suche nach ihnen eingestellt worden sein, nachdem die Ehefrau eines der beiden Vermissten mitgeteilt hatte, einen Anruf von der russischen Grenzbehörde bekommen zu haben, dass sich ihr Mann und dessen Gefährte gegenwärtig im russischen Jejsk befänden.

    Aus dem ukrainischen Außenministerium verlautete, Kiew prüfe die Nachricht von der möglichen Festnahme der beiden Fischer durch russische Grenzer im Asowschen Meer. Der Konsul der Ukraine in der Russischen Föderation habe sich zur Klärung der Umstände vor Ort begeben. Die Stadt Jejsk in der Region Krasnodar gehört zum Zuständigkeitsbereich des ukrainischen Konsulats in Rostow am Don, das Vitali Moskalenko leitet.

    Ende April hatte die Grenzverwaltung des FSB ihre Absicht bekundet, gegen den unerlaubten Fischfang durch Wilderer, darunter auch durch ukrainische, im Asowschen Meer vorzugehen.

    Anfang Mai hatten Grenzer der Krim im Schwarzen Meer den ukrainischen Fischkutter JaMK-0041 aufgebracht, der in Russlands ausschließlicher Wirtschaftszone westlich des Kaps Tarchankut ohne jegliche Genehmigung Flundern gefischt hatte. Das Schiff und seine fünfköpfige Crew – alles Bürger der Ukraine – waren zwecks der Verfahrenshandlungen auf die Krim gebracht worden.

     

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    Tags:
    Fischkutter, FSB, Asowsches Meer, Ukraine, Russland
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