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23:40 16 Oktober 2019
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    Boeing-Absturz auf Kuba

    Boeing-Absturz auf Kuba: Experte nennt mögliche Ursachen

    © REUTERS/ Marcelino Vázquez Hernández
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    Auf Kuba ist am Freitag eine Boeing 737 der Airline Cubana de Aviacion abgestürzt. Die möglichen Ursachen der Katastrophe hat der erste Vizepräsident der Freundschaftsgesellschaft Russland-Kuba, Michail Makaruk, in einem Sputnik-Interview erläutert.

    „Als Fluglehrer mit umfangreicher Erfahrung im Flugdienst nicht nur in Russland, sondern auch im Ausland, kann ich sagen, dass es sehr viele unvorhergesehene Ereignisse gibt. In diesem Fall bin ich eher der Meinung, dass es zu einem Problem entweder mit dem  Antrieb oder mit dem Steuersystem gekommen war”, sagte Makaruk.

    Bei der Boeing 737 handele es sich um ein schweres Flugzeug, das viel Treibstoff verbrauche. Wegen der großen Masse sei die Maschine  manövrierunfähig. Die Piloten konnten laut dem Experten versucht haben, zu landen, aber das Flugzeug konnte mit einer Hochspannungsleitung kollidiert sein.

    „Es ist wichtig, dass das Flugzeug alt ist. Obwohl die Maschine selbst robust ist, konnte die Ermüdung des Metalls zu der Katastrophe führen“, so Makaruk.

    Wie er weiter betonte, hat das technische Versagen mit dem US-Embargo gegen die Komponenten-Lieferung nach Kuba wahrscheinlich nichts zu tun.

    Eine Explosion oder Sabotage an Bord als Ursache des Absturzes sei ausgeschlossen. Kuba habe verstärkte Kontrollen bei der Flugsicherheit.

    Flugzeugabsturz in Kuba
    © REUTERS / Alexandre Meneghini
    Bei dem Flugzeugabsturz in Kuba sind am Freitag nach präzisierten Angaben 107 Menschen ums Leben gekommen. Nur drei Personen haben die Katastrophe überlebt.

    Das Flugzeug startete um 18.08 Uhr MEZ von Havanna nach Holguin, das sich 670 Kilometer östlich der kubanischen Hauptstadt befindet. Eine Minute nach dem Start stürzte es in einer 20 Kilometer südlich von Havanna gelegenen landwirtschaftlichen Zone ab.

    Die Maschine wurde von der Fluggesellschaft Cubana de Aviacion bei der mexikanischen Fluglinie „Global Air" gemietet. Laut „Global Air" sollen sich 110 Menschen an Bord befunden haben, darunter die sechs Besatzungsmitglieder aus Mexiko und 104 Passagiere. Unter den Fluggästen sollen fünf Ausländer gewesen sein.

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