00:13 28 September 2020
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    Der Verkauf Alaskas durch das Russische Reich an die USA im Jahr 1867 ist in letzter Zeit Thema öffentlicher Diskussionen. Artjom Rudnizki, Vize-Leiter des historisch-dokumentarischen Departements des russischen Außenministeriums, hat am Montag beim russisch-amerikanischen Forum „Dialog Fort Ross - Treffen in Russland“ Stellung dazu genommen.

    Laut ihm wird unter anderem das Geschäft als betrügerisch und nachteilig für Russland eingestuft, während russische Historiker und Archivaren dieser Tendenz gegenüberzustehen versuchen.

    „Das Verkaufsgeschäft war durchaus fair, objektiv beiderseitig vorteilhaft und hatte den Völkerrechtsnormen jener Zeit entsprochen“, sagte Rudnizki.

    Ihm zufolge war der Deal durch mehrere Gründe bedingt, darunter auch durch die Unrentabilität der Kolonie. So hätte es etwa Schwierigkeiten bei ihrem Schutz im Falle eines möglichen Angriffes gegeben.

    Wie Rudnizki ausführte, hatte Russland zuerst Alaska für fünf Millionen Dollar verkaufen wollen. Es sei aber gelungen, den Preis auf über sieben Millionen Dollar hochzuschrauben. Die erworbenen Gelder seien später in den Bau von Eisenbahnen im Russischen Reich investiert und nicht „in die Tasche gesteckt“ worden.

    Zudem sagte Rudnizki, die Beziehungen zwischen Russland und den USA seien damals „gut, fast ausgezeichnet“ gewesen.

    Am 30. März 1867 wurde der Vertrag über den Verkauf Alaskas für 7,2 Millionen Dollar unterzeichnet. Mit dem Abkommen zwischen Russland und den USA endete die russische Herrschaft in Alaska.

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    Tags:
    Deal, Diskussionen, Artjom Rudnizki, Alaska, USA, Russland