13:08 18 Dezember 2018
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    Experte: Elon Musks Projekt mit russischem Namen kann nur eins bedeuten

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    Der Chef der Unternehmen SpaceX und Tesla, Elon Musk, hat den Falschnachrichten den Kampf angesagt. Wie er auf Twitter mitteilte, will er eine Plattform gründen, auf der die Öffentlichkeit die Glaubwürdigkeit von Medienbeiträgen und Journalisten bewerten kann. Ein russischer Experte erläutert, warum er von der Idee nichts hält.

    „Ich werde eine Webseite schaffen, auf der die Öffentlichkeit die Wahrhaftigkeit eines jeden Artikels bewerten und die Glaubwürdigkeits-Rate eines jeden Journalisten, Redakteurs und Artikels verfolgen kann. Ich denke darüber nach, dieses Service ‚Pravda‘ (russ. für ‚Wahrheit‘ – Anm. d. Red.) zu nennen“, schrieb Musk am Mittwoch auf Twitter.

    ​Zudem ließ er im Kurznachrichtendienst seine Follower darüber abstimmen, ob sie ein derartiges Konzept befürworten würden. Musk fügte hinzu, dass das Service nicht nur vor sogenannten Bots schützen, sondern auch jeden entlarven soll, der sie zum Zweck der Desinformation gebraucht.

    ​Im Gespräch mit Sputnik hat Alexander Gussew, Direktor des russischen Instituts für strategische Planung, Musks Initiative kommentiert.

    „Der Unternehmer Elon Musk ist über eins besorgt: Er ist ein großer Geschäftsmann, hat Dutzende Projekte, deren Hälfte nicht realisierbar ist. Seine Aufgabe ist es, Kapital zu erhöhen, und heute geht es um eine abermalige Promotion eines neuen Projektes“, so Gussew.

    „Auf dieses Projekt fallen natürlich viele rein, denn es geht nämlich um einen ‚Glaubwürdigkeitsindex‘ von Journalisten. Doch ehrlich gesagt, stammt das aus dem Bereich der Utopie. Alle führenden Weltmedien sind von den USA, dem großen oligarchischen Business, gekauft, daher lohnt es sich nicht, über die Glaubhaftigkeit von Journalisten zu reden – diese Pläne sind eine große Übertreibung“, fügte der Experte hinzu.

    Der gegen Russland entfesselte Informationskrieg zeige, dass die journalistische Gemeinschaft gespalten und von Metastasen der Russophobie durchwoben sei.

    „Deswegen bin ich der Meinung, dass dieses Projekt von Elon Musk nicht lebensfähig ist. Mir scheint, dass derartige Projekte nur reine Selbst-PR sind“, so Gussew.

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    Tags:
    Selbst-PR, Russophobie, Utopie, Journalisten, Medienbeiträge, Glaubwürdigkeit, Fakes, Institut für strategische Planung, Sputnik, Twitter, SpaceX, Tesla, Alexander Gussew, Elon Musk, Russlands Norden, USA