20:48 11 Dezember 2018
SNA Radio
    Tretjakow-Galerie (Archivbild)

    Moskauer Tretjakow-Galerie: Mann greift „Iwan den Schrecklichen“ an

    © Sputnik / A. Solomonow
    Panorama
    Zum Kurzlink
    3244

    In der Staatlichen Tretjakow-Galerie in Moskau hat ein Mann das Gemälde „Iwan der Schreckliche und sein Sohn Iwan am 16.November 1581“ beschädigt.

    Der Vorfall ist am Freitagabend passiert, kurz vor Galerie-Schluss. Einer der Besucher war an das Gemälde Repins herangedrückt und schlug mit einem metallischen Absperrpfosten die Schutzscheibe des Gemäldes ein. Die Schutzscheibe zersplitterte, einige Splitter zerschnitten die Leinwand an der Stelle, an der der Zarensohn abgebildet ist. Auch der Bilderrahmen wurde beschädigt. Die Polizei nahm den Täter noch am Tatort fest.  

    „Ich bin hierhergekommen, um es (das Gemälde – Anm. d. Red.) mir anzusehen. Um acht Uhr abends kam ich herein, ich wollte schon die Galerie verlassen, trank 100 Gramm Wodka im Stehbuffet und … Ich trinke sonst keinen Wodka, und da hat er mich benebelt“, gab er zu und bestätigte, dass er dem Gemälde einige Schläge mit einem Absperrpfosten versetzt habe.

    Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden soll der Mann aus Woronesch gekommen sein.

    Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet, dem Täter drohen bis zu drei Jahre Haft und eine Geldstrafe bis zu drei Millionen Rubel.

    Das war nicht der erste Angriff auf das berühmte Gemälde von Ilja Repin. Noch zu seinen Lebzeiten hatte der Ikonenmaler und Altgläubige Abram Balaschow am 16. Januar 1913 während eines Anfalls von Geisteskrankheit dreimal mit einem Messer auf das Gemälde eingestochen.

    Damals waren das Gesicht des Zaren und das seines Sohnes sehr schwer beschädigt worden und Repin hatte sie praktisch neu malen müssen.  

    Repin hatte das Gemälde „Iwan der Schreckliche und sein Sohn Iwan am 16.November 1581“ von 1883 bis 1885 gemalt, es wurde 1885 zum ersten Mal in der Öffentlichkeit gezeigt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Studie deckt auf: Dieser Faktor ist schuld an Aggression
    Schießerei in Marseille: Zwei Tote – VIDEO
    Explosion in Kanada – 15 Verletzte
    Mehrere Tote bei Explosion von Autobombe in Ost-Libyen
    Tags:
    Strafe, Strafverfahren, Schaden, Polizei, Absturz, Vorfall, Gemälde, Tretjakow-Gemäldegalerie, Moskau, Russland