06:39 19 Dezember 2018
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    Blumen vor der Wohnung des Journalisten Arkadi Babtschenko in Kiew

    „Blut war echt“: Babtschenko erzählt, wie er in Kiew „getötet“ wurde

    © REUTERS / Valentyn Ogirenko
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    Das Blut ist echt gewesen. Das teilte der am Dienstag in Kiew „getötete“ russische Journalist Arkadi Babtschenko am Donnerstag in der ukrainischen Hauptstadt mit.

    Er sei mit echtem Blut beschmiert, dann in einem Rettungswagen transportiert worden. Nach der Ankunft in einem Leichenhaus sei er „wiedererstanden“ und habe sich TV-Nachrichten über seine „Ermordung“ angeschaut, sagte er in einem Interview für den russischen Dienst des BBC-Senders.

    „Die Vorbereitungen dauerten einen Monat lang. Am Stichtag kam ein Maskenbildner. Ich übte den Fall (nach Schüssen)… Das Blut war echt, alles war echt. Meine Frau alarmierte Polizei und Rettungsdienst, dann kamen Polizisten und Ärzte. Ich wurde mit einer Tragbahre zum Rettungswagen gebracht. Der Legende nach ‚lebte‘ ich in diesem Moment noch.“

    Er sei erst unterwegs zum Krankenhaus „gestorben“. Danach sei er in ein Leichenhaus gebracht worden. „Ich simulierte einen Toten, bis das Tor der Anstalt geschlossen wurde. Im Leichenhaus bin ich ‚auferstanden‘, zog das Hemd aus, wusch mich und schaute mir TV-Nachrichten über den ‚Mordanschlag‘ auf mich. Erst danach wurde ich zu einem sicheren Ort gebracht. Alles dauerte bis 05.00 Uhr morgens.“

    Babtschenko zufolge wusste seine Frau über die Operation Bescheid, „weil alles in unserem Haus in ihrem Beisein gemacht wurde“. Da widersprach Babtschenko sich selbst. Am Mittwoch hatte er bei einer Pressekonferenz behauptet, seine Frau habe ihn tot geglaubt. Er musste sich bei ihr für Pein und Leiden entschuldigen, die er ihr zugefügt hatte.

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    Tags:
    Fernsehen, TV, Fake-News, Oppositioneller, Journalist, Mordanschlag, Attentat, Inszenierung, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Arkadi Babtschenko, Russland, Ukraine