22:35 16 Juli 2018
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    Wegen Schulden: Ukrainer müssen Fußball-WM in Russland zuschauen

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    Die Ukraine ist gezwungen, Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland auf ihrem Territorium zu übertragen. Das gab der Chef des ukrainischen Staatsfernsehens, Surab Alassanija, am Freitag auf Facebook bekannt.

    Wie er ausführte, soll die Ausstrahlung der WM-Spiele in der Ukraine weiter fortgesetzt werden, da das Land die Schulden vor der Europäischen Rundfunkunion EBU seit 2016 tilgen müsse.

    Im Gegenzug droht Kiew Alassanija zufolge eine Strafe sowie der Entzug des Rechts auf die Übertragung der nächsten Fußball-WM.

    „Die Schulden vor der EBU müssen bis Jahresende getilgt werden, was dem ukrainischen Staatsfernsehen die fast verlorene Möglichkeit bieten wird, die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2022 in Katar auszustrahlen“, schrieb Alassanija auf seinem Facebook-Account.

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass Kiew die Fußball-WM in Russland demonstrativ boykottiere.

    Wie Alassanija früher erklärte, habe das Staatsfernsehen die WM-Spiele nicht zeigen wollen. Die Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) hatte die Ausstrahlung aber nicht verbieten können. Letzen Endes hatte sich der TV-Sender „Inter“ entschlossen, die WM-Spiele in der Ukraine zu senden.

    Die Fußball-WM findet vom 14. Juni bis zum 15. Juli 2018 in elf russischen Städten statt: Moskau, Kaliningrad, St. Petersburg, Kasan, Wolgograd, Nischni Nowgorod, Samara, Saransk, Rostow am Don, Sotschi und Jekaterinburg.

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    Tags:
    Ausstrahlung, Fußball-WM 2018, TV-Sender Inter, Facebook, Surab Alassanija, Russland, Ukraine
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