07:07 18 Juli 2018
SNA Radio
    Russische Pioniere (Archivbild)

    Wie Hunde russischen Militärs und Sicherheitskräften helfen

    © Sputnik / Sergej Piwowarow
    Panorama
    Zum Kurzlink
    5682

    Objektschutz, Minensuche, Grenzbewachung, Anti-Terror-Kampf – obwohl technisches Gerät für diese Zwecke immer breitere Anwendung findet, werden auch Diensthunde in Russland nach wie vor aktiv eingesetzt.

    Wie der russische TV-Sender „Swesda“ berichtet, ist das Kynologie-Zentrum (bekannt auch als Zwinger „Roter Stern“) in Dmitrow bei Moskau unter anderem dafür zuständig, Wachhunde für die Streitkräfte vorzubereiten. Schäferhunde, Rottweiler und Pyrenäen-Berghunde werden dort dressiert. Ein besonderer Stolz des Zentrums sind die Schwarzen Terrier und Moskauer Wachhunde – die beiden Rassen waren in der Sowjetzeit in diesem Armeezwinger gezüchtet worden.

    Neben Hunden, die Militäranlagen bewachen, setzt die Armee aber auch Tiere mit anderen Fähigkeiten ein. Etwa um Minen zu suchen, braucht ein Hund nicht unbedingt Stärke und Bissigkeit, sondern vor allem einen möglichst scharfen Geruchssinn. Diese Aufgabe übernehmen deshalb sowohl zähe Deutsche Schäferhunde als auch friedliche Labradore.

    Verschiedene Minensuchgeräte und Detektoren sind, wie der Sender erläutert, zwar in der Lage, metallene Hüllen von Sprengsätzen oder elektronische Zünder zu entdecken, können aber keine Antwort darauf liefern, ob der Fund wirklich Sprengstoff enthält. Da hilft eben der tierische Geruchssinn. Ein Hund kann TNT aufspüren, selbst wenn die Sprengladung in einer Tiefe von mehr als einem halben Meter verscharrt liegt.

    Ihre Effizienz bei der Minensuche hatten die Vierbeiner noch während des Kriegs gegen Nazi-Deutschland unter Beweis gestellt. Etwa spürte der Hund Dschulbars damals über 7000 Minen und Geschosse auf und insgesamt entdeckten die Tiere mehr als vier Millionen Minen und Blindgänger. Auch beim sowjetischen Afghanistan-Einsatz kamen Hunde zu Hilfe, um insbesondere Panzerminen in Kunststoff-Gehäusen zu suchen. Im 21. Jahrhundert leisteten Hunde aus Russland ihren Beitrag zur Minensuche in syrischen Städten.

    Auch in Sachen Transport sind die Vierbeiner manchmal unersetzlich – etwa in der Arktis. Im Armeezwinger bei Moskau werden deshalb Siberian Huskys neben anderen Rassen dressiert. Während des Zweiten Weltkriegs hatten sich Hundeschlitten ebenfalls bewährt: Nahezu 700.000 verletzte Rotarmisten konnten damit evakuiert werden. Darüber hinaus wurden Munition und weitere Nachschubgüter auf diese Weise transportiert.

    Dem russischen Grenzschutzdienst stehen Hunde, so der Bericht weiter, ebenfalls zur Verfügung. Sie müssen diejenigen, die die Grenze illegal übertreten, nicht nur aufspüren, sondern bei Bedarf auch unmittelbar stoppen. Die meisten Festnahmen von Grenzverletzern finden eben mit Hilfe von Hunden statt. An Grenzübergängen suchen diese Tiere unterdessen Sprengstoff, Drogen und Waffen im Gepäck und in Fahrzeugen, die die Grenze passieren.

    Ein weiterer Bereich, wo Diensthunde präsent sind, ist der Anti-Terror-Kampf. In den Kynologie-Einheiten der russischen Nationalgarde werden beispielsweise Schäferhunde dressiert, um Geiselnehmer bei Bedarf außer Gefecht setzen zu können, falls eine Erstürmung mit Waffen nicht akzeptabel ist.

    Zum Thema:

    Syrien: Darum rettet dieser Soldat kriegsverletzte Tiere
    Mutige Thailänder entreißen Hund aus tödlichem Python-Würgegriff - VIDEO
    Dieser Hund wird viral: Unglaubliches Röhren – Shiba ist glücklich – VIDEO
    Tags:
    Militär, Arme, Grenztruppen, Grenzschutz, Pioniertruppen, Pioniere, Minenräumung, Schäferhund, Hund, Zweiter Weltkrieg, Deutschland, Syrien, UdSSR, Sowjetunion, Drittes Reich, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren