20:41 22 Juli 2018
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    Stärken von Sondereinsatztruppen in Russland und USA genannt – National Interest

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    Bei der Ausrüstung der US-Sondereinsatztruppen sind immer die modernsten technischen Erfindungen verwendet worden. Da aber nun auch andere Länder viel in ihre Sondereinsatzkräfte investieren, vergleicht das US-Magazin „The National Interest“ die technischen Ausrüstungen der Sondereinsatzkräfte der USA und Russlands.

    Der vielleicht größte technologische Vorteil der US-Spezialeinsatzkräfte (United States special operations forces, SOF) beim sogenannten Globalen Krieg gegen den Terrorismus (GWOT) sei der Einsatz von unbemannten Flugzeugsystemen für Aufklärung und Überwachung, schreibt der Verfasser des Artikels Charlie Gao. Hunderte Drohnen der Typen MQ-1 Predator und MQ-9 Reaper würden zur Unterstützung der US-Militärs verwendet.

    Diese Luftfahrzeuge könnten Waffen befördern und auf diese Weise Bodeneinheiten unterstützen sowie Ziele zu fast jeder Tageszeit mit Hilfe von Wärme- und Nachtsichtkameras verfolgen und überwachen.

    Auch Russland habe in Syrien unbemannte Flugzeugsysteme eingesetzt, obwohl unklar sei, wie viele davon tatsächlich zur Unterstützung von Spezialeinsatzkräften genutzt wurden. Allerdings würden Berichte darauf hindeuten, dass russische Drohnen in Syrien in erster Linie für die Ortung und Anpassung der Artillerie eingesetzt werden. Gleichwohl könnten die auf solchen Flügen gesammelten Informationen auch zur Unterstützung russischer Spezialeinheiten genutzt werden.

    Die russischen Streitkräfte würden offenbar Drohnen der Typen Orlan-10 und Forpost UAS benutzen. Die Forpost sei eine Version des israelischen Apparats IAI Searcher Mk II und könne als ein grobes Analogon zum MQ-1 Predator gesehen werden, der ähnliche Eigenschaften bezüglich Gewicht, Reichweite und Ausdauer aufweise. Die Forpost könne jedoch nicht bewaffnet werden, was ihre Rolle bei der unmittelbaren Bekämpfung von Zielen einschränkt.

    Der Orlan-10 sei viel leichter und wiege lediglich 15 Kilogramm. Die Fähigkeiten ihrer Kamera seien wahrscheinlich geringer als bei schwereren Drohnen. Die intensive Nutzung der leichteren Orlan-10 sei auf die niedrigen Kosten dieser leichten unbemannten Luftfahrzeuge sowie auf den Wunsch Russlands zurückzuführen, bevorzugt einheimische Ausrüstung zu testen.

    Die wichtigsten Hightech-Geräte im Arsenal der Sondereinsatztruppen seien die fortgeschrittenen Wärmebild- und Nachtsichtgeräte. Die US-Spezialeinsatzkräfte würden hier beispielsweise Wärmebildgerät des Typs AN/PVS-31 einsetzen, bei deren Herstellung weißer Phosphor anstelle von grünem Phosphor verwendet werde. Diese Technologie ermögliche bedeutend mehr Details und reduziere die Verschwommenheit bei der Wiedergabe.

    Diese Innovationen würden offenbar bei den russischen Nachtsichtgeräten der Typen NSPU und 1PN93 nicht verwendet. Zudem würden russische Sondereinsatzkräfte lediglich Monokulare einsetzen, denn die russische „Doktrin" bevorzuge traditionell die Verwendung von Nachtsichtgeräten, die direkt an den Waffen installiert sind. Dieser Trend scheine bis zum heutigen Tag anzudauern. Selbst bei der neuesten Kampfausrüstung „Ratnik" werde ein Monokular installiert, mit dem das Bild wie von einer Waffe mit Wärme- oder Nachtsichteigenschaften betrachtet werden könne, schreibt das Magazin abschließend.

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    Tags:
    Sonderausrüstung, Sondereinsatzkommando, Spezialeinsatzkräfte, Spezialeinheiten, Reaper, MQ-1 Predator, Forpost, Orlan-10, The National Interest, USA, Russland
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