22:22 22 Juli 2018
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    Festnahme von Sputnik-Chefredakteur: IFJ spricht von Angriff auf Pressefreiheit

    © Sputnik / VWadimir Astapkovich
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    In der lettischen Hauptstadt Riga ist der Chefredakteur von "Sputnik Latvija" (dt. Lettland) Valentin Roshentsovs festgenommen worden. Die Internationale Journalisten-Föderation (IFJ) hat diesen Schritt der lettischen Behörden nun scharf kritisiert.

    Der Präsident der Internationalen Journalisten-Föderation, Philippe Leruth, hat die Festnahme des Chefredakteurs von "Sputnik Latvija" Valentin Roshentsovs scharf kritisiert und von einem "Angriff auf die Pressefreiheit" gesprochen.

    Journalisten stünden nicht über dem Gesetz, aber die Inhaftierung eines Journalisten werfe immer die Frage auf, ob die Pressefreiheit verletzt werde oder nicht, sagte Leruth zu Sputnik.

    "Obwohl die Festnahme einer Person für weniger als 12 Stunden in diesem Land nicht als formelle Festnahme betrachtet wird, können wir diese Episode nicht anders als einen Versuch betrachten, den Journalisten einzuschüchtern — und somit als Angriff auf die Pressefreiheit", kommentierte der IFJ-Chef.

    Zuvor war bekannt geworden, dass der Chefredakteur von "Sputnik Latvija" für rund 12 Stunden in Riga festgenommen worden war.

    "Gestern wurde ich zwecks eines Gespräches, wie sie (die Polizei, Anm. d. Red.) es bezeichnet haben, festgenommen. Es wurde kein Protokoll geführt. Die Sicherheitsbeamten interessierten sich für meine Arbeit als Chefredakteur von Sputnik Lettland und die Arbeit des Portals selbst im Land. Die ganze Nacht habe ich in Kabinetts der Polizei verbracht", beschrieb Valentin Roshentsovs selbst die Festnahme.

    Erst heute morgen sei er entlassen worden. Roshentsovs habe die lettische Staatsbürgerschaft und sei aus beruflichen Gründen von Moskau nach Riga gereist.

    >>Andere Sputnik-Artikel: Lettland sucht nach „russischem Geld“ bei Umsturzversuch in Montenegro

    Zuvor hatte sich Lettlands nationaler Rat für elektronische Medien gegen die Verwendung von Sputnik-Materialien in den staatlichen  Medien Lettlands ausgesprochen, da „die Verwendung von lettischem Steuergeldern zur Stärkung von Sputnik und zu seiner Popularisierung nicht im Interesse der lettischen Gesellschaft ist“.

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