05:58 24 Oktober 2018
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    Dekontamination nach Gift-Anschlag in Salisbury

    Unglaublicher Grund von Skripal-Rettung offenbart – Medien

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    Die Chefs der britischen Sicherheitskräfte sind der Ansicht, dass ein heftiger Regen in Salisbury den ehemaligen GRU-Obersten Sergej Skripal und seine Tochter Julia vom Tod gerettet hat. Das berichtet die britische Boulevardzeitung „The Sun“.

    Der vor der Rückkehr von Sergej und Julia Skripal zu ihrem Haus niedergegangene Regenguss verminderte nach Angaben der Zeitung die Konzentration des feuchtigkeitsanfälligen Nervengifts, das auf die Klinke der Haustür aufgetragen worden war.

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    „Die Wahrheit ist, dass wir großes Glück hatten“, sagte eine hochrangige Quelle in den britischen Sicherheitskräften gegenüber „The Sun“. „Wenn es nicht geregnet hätte, wären Sergej und Julia Skripal wahrscheinlich gestorben“.

    Die Vergiftung des Ex-Agenten des russischen Militärgeheimdienstes GRU und Überläufers Sergej Skripal hat die Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien schwer belastet. London machte Moskau für den Anschlag verantwortlich und beschloss daraufhin die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten. Russland entschied sich anschließend für die Ausweisung von ebenso vielen britischen Diplomaten.

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    Am 5. März war bekannt geworden, dass Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury vergiftet wurden. London behauptet, sie seien mit dem Stoff A234 kontaminiert worden, und wirft Moskau eine Verwicklung in das Attentat vor – weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft gewesen sein soll. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück.

    Sergej Skripal war 2006 wegen Spionage für den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Er kam jedoch im Juni 2010 im Zuge eines Austausches inhaftierter Spione zwischen Russland und den USA auf freien Fuß. Kurz darauf wurde ihm in Großbritannien Asyl gewährt.

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    Tags:
    Grund, Nervengift, Vergiftung, Rettung, Regen, The Sun, Sergej Skripal, Julia Skripal, Großbritannien, Russland