07:20 17 November 2018
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    Überflutung in Japan

    Unwetterkatastrophe in Japan: Millionen Bürger zur Evakuierung aufgefordert

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    In Japan haben mehr als 4,3 Millionen Menschen im Zusammenhang mit den anhaltenden extremen Niederschlägen und den dadurch verursachten Überschwemmungen und Erdrutschen Aufforderungen bzw. Empfehlungen zur Evakuierung erhalten.

    Laut der Agentur Kyodo News gelten diese Empfehlungen und Aufforderungen in 23 von 47 Präfekturen des Landes. Zur Liquidierung der Unwetterfolgen und zu Rettungseinsätzen wurden mehr als 54.000 Polizisten, Feuerwehrleute und Angehörige der Selbstverteidigungskräfte des Landes herangezogen.

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    Am Freitag hatten im zentralen und südwestlichen Teil Japans extreme Regenfälle eingesetzt. Zum Morgen des Sonntags waren in der Präfektur Gifu mehr als 1050 Millimeter Niederschläge gefallen, in der Präfektur Ehime – 745 Millimeter, in Kyoto – 465 Millimeter, Hiroshima —442 Millimeter, Hyōgo – 430 Millimeter und in der Präfektur Okayama, wo in manchen Regionen die Häuser bis zur zweiten Etage und höher unter Wasser standen, — 310 Millimeter. Diese Niederschlagsmenge übertrifft den monatlichen Durchschnittswert um das Zwei- bis Dreifache.

    Laut den Meteorologen soll der sintflutartige Regen mit bis zu 200 Millimetern pro Stunde im Südwesten und zentralen Teil des Landes auch am Sonntag anhalten. Unentwegt würden Meldungen über Zerstörungen und Überschwemmungen eintreffen. In der Präfektur Hiroshima habe die reißende Strömung eines Flusses eine Eisenbahnbrücke weggerissen, hieß es. In der Präfektur Okayama, wo das Wasser Häuser bis zur zweiten Etage und höher überflutet habe, bitten Bewohner, die auf den Dächern Zuflucht gesucht haben, um Rettung. Laut den jüngsten Meldungen soll es bisher 68 Tote geben, vier Personen sind ohne Besinnung und weitere 59 werden vermisst.

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    Seit dem Morgen funktioniert in der Kanzlei des Premierministers Shinzo Abe ein Krisenstab der Regierung, wo die Meldungen und Informationen über die Folgen der extremen Niederschläge gesammelt und analysiert werden und die Tätigkeit der mit der Beseitigung der Folgen beschäftigten Behörden koordiniert wird. In der Krisensitzung betonte Abe, dass „die Sicherheit vieler Bürger noch nicht bestätigt ist“, und rief dazu auf, alle Bemühungen auf die Rettungsmaßnahmen und die Evakuierung der Betroffenen zu konzentrieren.

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    Tags:
    Niederschläge, Überflutung, Unwetter, Evakuierung, Japan