19:48 21 Juli 2018
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    US-Kongressmitglied will Todesfälle von russischen Adoptivkindern untersuchen

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    Das Kongressmitglied und der Vertreter der US-Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, Steve King, hat am Sonntag gefordert, die Todesfälle von 22 russischen Adoptivkindern in den Vereinigten Staaten zu untersuchen.

    „Sie (die  russischen Delegationsmitglieder – Anm. d. Red.) haben nach eigenen Angaben Informationen, dass 61.000 russische Kinder in den USA adoptiert wurden. 22 Kinder wurden angeblich getötet. Sie (die  russischen Delegationsmitglieder – Anm. d. Red.) hatten Fotos von diesen Kindern, aber wir haben keine Informationen dieser Art. Genau das interessiert mich. Ich möchte nun (zum Thema – Anm. d. Red.) zurückkehren und herausfinden, wer diese Kinder waren. Ich bin mir sicher, dass die russische Delegation mir diese Akten zur Verfügung stellen wird”, sagte King.

    Er stellte zudem fest, dass es in Russland zunehmende Besorgnis darüber gebe, wie russische Adoptivkinder in den Vereinigten Staaten behandelt werden.

    In Russland gilt seit dem 1. Januar 2013 ein Adoptionsverbot für US-Bürger. Die Regelung ist Teil eines Sanktionsgesetzes, das die beiden russischen Parlamentskammern im Dezember 2012 als Antwort auf die amerikanische „Magnitski-Liste“ verabschiedet hatten. Benannt ist das Gesetz nach dem Adoptivkind Dima Jakowlew, das in den USA umgekommen war. Der Zweijährige war im Juli 2008 gestorben, nachdem sein Adoptivvater ihn bei 50 Grad Hitze für neun Stunden im Auto eingesperrt hatte.

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    Tags:
    Magnitski-Liste, Dima-Jakowlew-Gesetz, Untersuchung, Todesfälle, Adoptivkinder, US-Kongress, OSZE, Russland, USA
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