06:17 21 September 2018
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    Rettungsaktion während der Überflutung in der japanischen Provinz Kurashiki

    Über 100 Opfer durch schweres Unwetter in Japan – Putin kondoliert Premier Abe

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    Bei jüngsten Überschwemmungen und dadurch ausgelösten Erdrutschen im Westen Japans sind nach amtlichen Angaben mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen. 50 sollen als vermisst gelten.

    Die meisten Opfer sind in der Präfektur Hiroshima registriert worden, wo seit Donnerstag heftige Regengüsse herrschen. Hunderte von Häusern sind durch die Wasserfluten beschädigt worden. Rund eine halbe Million Einwohner wurden von den Behörden angewiesen, ihren Wohnsitz zu verlassen. Weiteren drei Millionen wurde empfohlen, sich in Sicherheit bringen zu lassen.

    „Wir haben noch nie solch starke Niederschläge erlebt. Die entstandene Situation ist äußerst gefährlich“, sagte ein Sprecher der Japanischen Wetteragentur JMA auf einer Pressekonferenz.

    Laut dem japanischen Premier Shinzo Abe stehen die Rettungsmannschaften im Wettlauf mit der Zeit, indem sie versuchten, die Betroffenen zu retten bzw. in Sicherheit zu bringen.

    • Rettungsaktion in der Präfektur Okayama
      Rettungsaktion in der Präfektur Okayama
      © REUTERS / Kyodo
    • Überflutung in der japanischen Stadt Kurashiki
      Überflutung in der japanischen Stadt Kurashiki
      © REUTERS / Issei Kato
    • Die von der Überflutung betroffene Stadt Kurashiki
      Die von der Überflutung betroffene Stadt Kurashiki
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    Rettungsaktion in der Präfektur Okayama

    Der von der japanischen Regierung eingerichtete Krisenstab leitet die Einsätze von insgesamt 54.000 Rettern, Feuerwehrleuten, Angehörigen der Selbstverteidigungskräfte und Polizisten in den am schwersten betroffenen Gebieten im Südwesten und Westen des Landes.

    Der Regen hatte Ende voriger Woche eingesetzt, als sich die Niederschläge, die von einem nachlassenden tropischen Wirbelsturm verursacht wurden, der saisonbedingten Regenfront anschlossen.

    Inzwischen hat der Regen in mehreren Gebieten aufgehört, und das Hochwasser nimmt allmählich ab. Am Freitag wurde der Schnellzugverkehr teilweise wieder aufgenommen. Dabei gilt in einigen Präfekturen noch immer die Erdrutschwarnung.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einem an Shinzo Abe gerichteten Telegramm sein Beileid im Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe ausgedrückt, die zahlreiche Opfer gefordert sowie umfangreiche Zerstörungen verursacht hatte. Dies berichtete der Pressedienst des Kremls.

    Russland teile die Trauer jener, die ihre Angehörigen und Verwandten bei dem Unglück verloren haben, und hoffe auf baldige Genesung aller Verletzten, heißt es in dem Kondolenzschreiben.

    Laut dem TV-Sender NHK sind bei den Überschwemmungen und Erdrutschen nach neuesten Angaben 109 Menschen getötet worden. 79 weitere gelten als vermisst. Drei der Verletzten befänden sich in einem schweren Zustand, hieß es.

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    Tags:
    Hochwasser, Opfer, Regen, Unwetter, Kondolenzschreiben, TV-Sender NHK, Wetterforschungs-Unternehmen (JMA), Wladimir Putin, Shinzo Abe, Japan