21:37 23 September 2018
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    Mitglieder der  Iranischen Revolutionsgarde  (Archivbild)

    IRGC-Kommandeur: „Islamische Armee“ bei Golanhöhen „bereit zu Zerstörung Israels“

    © AP Photo / Mostafa Qotbi/IRNA
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    Der stellvertretende Befehlshaber der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) Hossein Salami hat die Bildung internationaler islamischer Kräfte in Syrien bekanntgegeben, die seiner Ansicht nach nur auf Befehle zur Vernichtung des „üblen Regimes“ in Israel warten. Darüber berichtete die Zeitung „The Times of Israel“.

    „Heute hat sich in Syrien eine internationale islamische Armee gebildet, und die Stimmen der Muslime sind in der Nähe von Golan zu hören", zitiert ihn die Zeitung.

    „Befehle werden erwartet, damit (…) die Ausrottung des bösen [israelischen] Regimes kommt und die Existenz dieses Regimes für immer beendet wird. Die Existenz des zionistischen Regimes war noch nie so sehr in Gefahr wie jetzt", fügte er hinzu.

    Israel stelle eine „Bedrohung für die gesamte islamische Welt" dar, so Salami. Dies sei die Philosophie der Errichtung des israelischen Regimes.

    Er warnte auch, dass die libanesische Hisbollah-Miliz, die am Krieg in Syrien gegen islamistische Kämpfer teilnehme, etwa 100.000 Raketen auf Israel gerichtet habe. „Wir schaffen eine Macht im Libanon, weil wir unseren Feind von dort aus mit aller Kraft bekämpfen wollen", sagte Salami.

    Die Hisbollah habe heutzutage eine „gewaltige Macht auf dem Boden, die das zionistische Regime aus eigener Kraft brechen" könne. „Das zionistische Regime hat keine strategische Tiefe", so Slami weiter.

    Am Sonntagabend hatte die syrische Luftverteidigung einen Raketenangriff auf den Flugplatz T4 in der Provinz Homs verhindert, der südlich der von der US-Koalition kontrollierten Region at Tanf im Süden Syriens gestartet wurde. Laut einer Quelle im syrischen Militär wurde der Angriff von Israel verübt. Die Israelische Armee hat die Vorwürfe bislang noch nicht kommentiert.

    Außerdem betonte Hossein Amir-Abdollahian, Diplomat und leitender Berater des Sprechers des iranischen Parlaments, dass iranische Berater „trotz aggressiver israelischer Angriffe" in Syrien bleiben würden. Der Iran würde „Syrien nicht erlauben, eine Arena für die Aktivitäten terroristischer Gruppen zu werden, sagte er.

    Israel hatte seine Operationen in Syrien in diesem Frühjahr verstärkt. Bei einem israelischen Luftschlag auf den Flugplatz T4 im April waren mindestens vier iranische Militärberater getötet worden. Am 10. Mai attackierte die israelische Luftwaffe Dutzende von vermutlich iranischen Zielen in Syrien, nachdem ihre Stellungen in den von Israel besetzten Golanhöhen von einem Raketenangriff getroffen worden waren. Damaskus verurteilte diese Attacke und stufte sie als Verstoß gegen das Völkerrecht ein. Der Iran bezeichnete den Angriff als „israelische Aggression" und drohte mit Gegenmaßnahmen.

    Tel Aviv hat Teheran vorgeworfen, seine militärische Präsenz in Syrien als „Sprungbrett" für Angriffe auf Israel aufzubauen. Damaskus wies diese Vorwürfe zurück und betonte, Teherans Präsenz in Syrien auf sei Militärberater beschränkt, die die syrische Armee im Kampf gegen islamistische Kämpfer unterstützten.

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    Zerstörung, Vernichtung, Iranische Revolutionsgarde, Hossein Salami, Golanhöhen, Israel, Iran, Syrien