12:52 14 Dezember 2018
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    Downing Street in London (Symbolbild)

    Sex-Skandal in britischer Regierung: Minister tritt zurück

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    Der britische Geschäftsminister und ehemalige Stabschef von Theresa May, Andrew Griffiths, ist zurückgetreten, nachdem seine Sex-SMS in den Medien veröffentlicht worden sind. Darüber berichtet die Zeitung „The Sunday Mirror“.

    Die Zeitung soll über mehr als 2000 Textnachrichten verfügen, die der verheiratete Minister an zwei Barmädchen geschickt habe, nachdem er Freundschaft mit ihnen in den sozialen Medien geschlossen habe. Der Minister habe die Frauen um rassige Bilder und Videos gebeten und angeboten, eine Wohnung zu mieten, um Sex mit ihnen zu haben.

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    Nachdem die SMS veröffentlicht wurden, zeigte sich Griffiths beschämt: „Ich schäme mich zutiefst für mein Verhalten, das meiner Frau und meiner Familie, der ich alles verdanke, unermesslichen Kummer bereitet hat, und für die Blamage für die Premierministerin und die Regierung, der ich so stolz bin zu dienen“, schrieb er in seiner Rücktrittserklärung.

    Er versprach, professionelle Hilfe zu suchen, „damit das nie wieder vorkommt“.

    Der Abgeordnete ist unter anderem dadurch bekannt, dass er die Kampagne „Women To Win“ ins Leben gerufen hatte, deren Ziel es war, die Zahl der weiblichen Abgeordneten zu erhöhen.

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    Ein derartiger Rücktritt ist bei Weitem nicht der erste in der Regierung May. Im November 2017 war der britische Verteidigungsminister Michael Fallon nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung zurückgetreten. Etwa einen Monat später musste auch der Vize-Premierminister Damian Green wegen ähnlicher Vorwürfe sein Amt verlassen. Auf seinem Dienstrechner wurden Tausende pornografische Bilder entdeckt.

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    Tags:
    Sex-Skandal, Regierung, SMS, Theresa May, Michael Fallon, Großbritannien