18:47 21 Oktober 2018
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    Rettungskräfte in der Höhle Luang-Khun Nam Nang Non in der Provinz Chiang Rai in Thailand

    „Pädophiler Kerl“: Musk verleumdet Höhlenretter von Thailand - Taucher reagierte

    © AP Photo / Sakchai Lalit
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    SpaceX- und Tesla-Chef Elon Musk hat den britischen Tieftaucher Vern Unsworth, der bei der Rettung der in einer thailändischen Höhle eingeschlossenen Jungen eingesetzt war, als „Pädophilen“ bezeichnet. Grund dafür soll Unsworths Kritik gegenüber dem Hilfsangebot von Musk gewesen sein. Das schreibt die Zeitung „The Hollywood Reporter” am Montag.

    Zuvor soll Unsworth via Twitter den Plan von Musk zur Rettung der Jungen mithilfe eines kleinen U-Boots einen „PR-Gang“ genannt haben. „Er kann sich sein U-Boot dahin schieben, wo es weh tut“, schrieb der Taucher in seinem Twitter-Account.

    Es bestände absolut keine Chance, dass es funktioniere. „Er hatte keine Vorstellung davon, wie es in der Höhle aussieht“, so Unsworths.

    Musk schimpfte über Twitter zurück, er habe „diesen britischen Typen, der als Ausländer in Thailand lebt“ in der Höhle nie gesehen.

    Dann nannte Musk ihn auch noch „pedo guy“, einen „pädophilen Kerl“. Dennoch habe Musk keinen weiteren Kommentar dazu gegeben. Zudem soll seine Äußerung in sozialen Netzwerken auf harte Kritik gestoßen sein. Die Tweets wurden später von seinem Konto gelöscht.

    Indes hat Unsworth laut dem TV-Sender CCN  vor, sich wegen der beleidigenden Tweets von Musk ans Gericht zu wenden.

    „Soweit ich weiß, hat er mich einen Pädophilen genannt… Dies geht noch nicht zu Ende“, sagte Unsworth gegenüber CNN in Bezug darauf, ob er gegen Musk gerichtlich vorgehen wolle.

    Zuvor hatte Musk ein Mini-U-Boot als Hilfe zur Rettung der in einer thailändischen Höhle eingeschlossenen Kinder geliefert. Die Reaktionen im Internet waren unterschiedlich – obwohl gelobt von einigen, geriet der Unternehmer auch oft unter Kritik.

    Verwandte einer von den Jungen zeigt das Bild mit den in der Höhle eingeschlossenen Kindern
    © AFP 2018 / Lillian Suwanrumpha
    Die Tests des U-Boots führte Musk in einem Pool in Los Angeles mit einer Tauchergruppe durch. Ihm zufolge arbeitet er ständig mit Speläologen zusammen und entwickelt mehrere Geräte zur Rettung von Kindern.

    Zwölf Jungen im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihr Trainer saßen seit dem 23. Juni in einer Höhle im Norden von Thailand fest. Wassermassen hatten ihnen den Rückweg abgeschnitten. Britische Taucher hatten die Gruppe nach zehntägiger Suche entdeckt.

    Am 10. Juli wurden alle Jungen sowie ihr Trainer endlich gerettet.

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    Tags:
    Rettungsaktion, CNN, Twitter, Vern Unsworth, Elon Musk, Thailand, USA