12:38 14 August 2018
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    Unglaublich! Diese 10 schlimmen Gewohnheiten zeugen von Ihrem… Schlausein

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    Nicht alle schlechten Gewohnheiten müssen laut Wissenschaftlern komplett aus Ihrem Leben vertrieben werden. Ein wenig Chaos und Unordnung sollen sich beispielsweise sogar gut auf den Alltag auswirken. Das Portal fb.ru hat zehn Merkmale eines auf den ersten Blick negativen Benehmens aufgelistet – das jedoch auch von etwas Positivem zeugt.

    Prokrastination

    Laut dem Portal gibt es jede Menge Studien, die diese komische Tatsache bestätigen. Und zwar, dass extremes Aufschieben nicht nur eine Arbeitsstörung für einen Menschen bedeutet, sondern auch nützlich sein kann. Es sei denn, solche Personen sind echt kreative Persönlichkeiten. Die Prokrastination bietet die Möglichkeit, beim Warten auf einen besseren Moment für den Aufgabenbeginn auf eine kreativere Idee für deren Lösung zu kommen.

    Sie beinhalten nicht nur Faulheit, sondern auch die Erwartung eines geeigneten Moments zur Inspiration. Die Prokrastination gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Kreativität zu erhöhen – weil Sie nicht mehrere kleinere Aufgaben lösen, sondern auf den richtigen Moment warten, um Ihre beste Idee zu entwickeln.

    Der Schriftsteller Adam Grant hat in einem seiner Bücher ein sehr anschauliches Beispiel dafür angeführt. Der Mitgründer und langjährige CEO von Apple Inc. Steve Jobs soll oft danach gestrebt haben, durch das Aufschieben bestimmter Aufgaben den größten Nutzen aus ihnen zu gewinnen. Er konnte alles stehen und liegen lassen, um für die Suche nach Inspiration in exotische Länder zu reisen. Seine weniger talentierten Zeitgenossen mussten jedoch von neun bis fünf Uhr im Büro schuften, hieß es.

    Nägelkauen

    Nicht jede intelligente Person im Erwachsenenalter wird an ihren Nägeln kauen. Ganz anders sieht das aber in der Kindheit aus. Wissenschaftler haben die Gewohnheiten von 1000 Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren unter die Lupe genommen. Jedes Jahr wurden die Eltern der kleinen Teilnehmer im Rahmen des Experiments befragt, ob ihre Sprösslinge im Schlaf an ihren Finger nuckeln oder an den Nägeln kauen würden.

    Es stellte sich heraus, dass ein Drittel der Kinder eine oder gleich beide Gewohnheiten aufwiesen. In den nächsten 20 Jahren führten Wissenschaftler einen Test auf allergische Reaktionen bei derselben Gruppe durch. Und wissen Sie was? Diejenigen, die diese für die Gesellschaft nicht ganz anständigen Eigenarten in der Kindheit hatten, hatten weniger Allergien als die anderen Studienteilnehmer.

    Verspätungen

    Chronische Verspätungen verhindern, dass Sie normale berufliche oder auch  persönliche Beziehungen aufbauen, da diese Charaktereigenschaft Sie nicht grade als eine organisierte Person präsentiert. Ein immer Zuspätkommender berücksichtigt schließlich die Interessen und Bedürfnisse anderer Menschen nicht, wie man oft nicht ganz ohne Grund denkt. Aber –  ja, es gibt in dem Fall auch ein Aber –  obwohl es kaum zu glauben ist. Laut dem Portal haben solche lahmen Schnecken auch einen Vorteil: nämlich ihre optimistischere und kreativere Lebenssicht. Sie leben in ihrer eigenen gemütlichen Welt und haben deswegen die angemessene Zeitwahrnehmung verloren. Sie glauben wirklich, dass sie eine Stunde vor Arbeitsbeginn noch schnell joggen gehen, dann die Kinder zur Schule bringen, anschließend die Wäsche bei der Reinigung abgeben und daraufhin noch schnell ein Käffchen genießen können. Natürlich geht sich das nicht aus. Aber naja, macht nichts, nächstes Mal klappt es dann, denken sie. 

    Beschwerden

    Niemand möchte wohl ein Freund von einer Person sein, die sich ständig über alles Mögliche (und auch Unmögliche) beschwert. Die andauernden Nörgeleien wegen nicht besonders günstiger Schnäppchenpreise in einem mittelmäßigen Supermarkt, eines ach schon wieder schlechten Wetters, des unfairen Schicksals und wiederholt idiotischer Umstände wirken sich negativ auf die Laune des Gesprächspartners und dessen Lebenskraft aus.

    Eine Studie soll aber gezeigt haben: Die rummeckernden Personen sind es einfach nicht gewohnt, dass etwas schief geht. Sie hätten ständig einen idealen Plan im Kopf. Wenn dann die Realität von diesem abweichen würde, sollen sie kritisch werden.

    Die Autoren der Studie fordern alle Beschwerdefreudigen auf, ihr Verhalten leicht zu korrigieren. Es hat keinen Sinn, wenn Sie sich bei ihren Kollegen im Büro über einen schlechten Service in einem Restaurant aufregen. Für diese Fälle gibt es ein Beschwerdebuch, wo Sie dem Management des Lokals, das Sie besucht haben, Ihr Herz ausschütten können.

    Sollte Ihnen ein weniger geschickter Kollege bei der Arbeit auf den Sack gehen, halten Sie sich lieber mit Predigten jeder Art zurück. Teilen Sie stattdessen Ihre Erfahrungen mit ihm. Wer weiß, vielleicht kann mit dieser Strategie sogar ein neuer Freund gewonnen werden.

    Kaugummi

    Legen Sie keinen Kaugummi in den Mund, wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch oder einer Besprechung gehen. Denn das ergibt nicht grade ein respektvolles Bild – eine kauende Kuh als Gesprächspartner erblicken zu dürfen. Solche Assoziationen fallen ganz gewiss dem einen oder anderen bei Verhandlungen ein, besonders wenn die Gegenseite zu Wort kommt und dabei ab und zu mal Kaugummiblasen macht.

    Wenn  Sie aber in einem eigenen Büro arbeiten und vor neugierigen Blicken geschützt sind, kann Kaugummi  die Produktivität fördern. Es soll gar eine Art Entspannungstherapie sein, mit der Sie von allen Kleinigkeiten abschalten und den Fokus auf die Durchführung komplexer Aufgaben erhöhen können. Außerdem kann ein Kaugummi die Stimmung aufhellen und den Hormonspiegel von Kortisol (Stresshormon – Anm. d. Red.) senken.

    Chaos auf dem Arbeitstisch

    Wenn die Papierstapel auf Ihrem Schreibtisch buchstäblich auf den Boden fallen, ist es höchste Zeit, etwas aufzuräumen. Die Rede ist aber nicht von einer Art Frühjahrsputz. Dem Portal zufolge könnte Ihnen ein gewisser Grad an Unordnung ganz im Gegenteil in die Hände spielen. Ein Chaos führt zu einer höheren Motivation. Denn es zwingt dazu, ständig auf der Suche nach dem richtigen Ding zu sein. Das Gehirn ist also immer mit Aufgaben beschäftigt – sei es das schnelle Basteln einer neuen Powerpräsentation nach der inständigen Bitte Ihres Vorgesetzten, oder einen Kuli auf Ihrem eigenen Arbeitstisch zu finden.

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    Ungeduld

    Wenn Sie zu einem Gespräch ins Büro Ihres Chefs kommen, wäre Po-Rutschen auf einem Stuhl nicht die beste Idee, um sich als eine selbstbewusste Person zu präsentieren. Vor Ungeduld auf glühenden Kohlen zu sitzen ist eher für einen Hampelmann typisch, der Angst hat, seine eigene Meinung zu äußern.

    Wenn Sie jedoch mit dem Fuß oder den Fingern wackeln, könnten Sie länger geistig fit bleiben als Kollegen, die dies nicht tun, hieß es.

    Die Hypodynamie ist seit langem zu einer Geißel der modernen Menschheit geworden. Wenn Sie also ungeduldig und daran gewöhnt sind, oft von Ihrem Platz aufzuspringen, könnte Ihnen dies zugutekommen und Ihre Gesundheit erhalten.

    Einer langjährigen Studie zufolge, an der weibliche Büroangestellte teilgenommen haben, hatten die unruhigen Personen ein geringeres Sterberisiko.

    Klatscherei

    Klatsch heitert auf, so das Portal. Dies sollte aber natürlich kein Anlass für übles Gerede in Ihrem Freundeskreis oder unter Kollegen sein.

    Laut Wissenschaftlern erhöhte sich der Puls bei den Teilnehmern eines Experiments, während sie miteinander falsche Informationen austauschten. Prosoziales Klatschmachen führte dazu, dass sich die Personen besser fühlten und ihre Herzfrequenz sank, hieß es.

    Schwärmerei

    Wenn Sie glauben, dass Träume nur Schäume und reine Zeitverschwendung sind, dann irren Sie sich. In der Tat ist es nichts Schlechtes, wenn Sie ein paar Minuten am Tag damit verbringen, über Ihre eigene Zukunft zu fantasieren. Eine Studie von Mitarbeitern der Harvard University stellte fest, dass tägliches zwölfminütiges Fantasieren dazu beitragen kann, dass eine komplizierte Aufgabe schneller gelöst wird.

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    Verwendung von Füllworten

    Sogenannte Füllworte hören sich unprofessionell an. Jedoch helfen sie den Zuhörern, die Hauptidee Ihrer Aussage zu verstehen und sich schneller daran zu erinnern, hieß es. Den Wissenschaftlern zufolge neigen Menschen, die sich durch besonderen Fleiß und Gewissenhaftigkeit auszeichnen, eher zu solchen Sprachgewohnheiten. 

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    Tags:
    Gewohnheit, Verspätung, faul, Forscher, Kinder, Steve Jobs
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