06:43 16 November 2018
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    Ärzte nennen wichtigste Todesursachen des 21. Jahrhunderts

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    Russische Ärzte und Forscher haben gegenüber Sputnik die häufigsten natürlichen Todesursachen weltweit genannt.

    Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben in der Welt jährlich 41 Millionen Menschen an nichtübertragbaren Krankheiten, die für 71 Prozent aller Todesfälle verantwortlich sind. Den russischen Experten zufolge sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebsleiden und HIV die wichtigsten Todesursachen.    

    Herz-Kreislauf-Erkrankungen

    Jedes Jahr fordern Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit 17,9 Millionen Menschenleben.

    „Infarkte und Schlaganfälle verursachen die meisten Todesfälle“, sagte Expertin Jekaterina Iwanowa. Sie merkte an, momentan würden sich die Technologien für Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen des Kreislaufsystems auf einem sehr hohen Niveau befinden. Das sei aber nicht in allen Ländern der Fall, deshalb bleibe die Sterberate an diesen Erkrankungen sehr hoch.  

    Krebs kann man vorläufig nicht bekämpfen

    Nach Einschätzungen der WHO ist Krebs die zweitwichtigste Todesursache in der Welt. 2015 sind an dieser Krankheit 8,8 Millionen Menschen gestorben, das heißt Krebs war für jeden sechsten Tod verantwortlich.

    Einer der Gründe für die hohe Sterberate an Krebs sei die Alterung der Bevölkerung, behauptete der russische Onkologe und Professor Nikolaj Tjulandin. Krebs sei eine Krankheit der Senioren und mit der steigenden Lebenserwartung erhöhe sich das Risiko, dass eine bösartige Geschwulst wachsen könnte.  

    In den Entwicklungsländern hätten die Veränderung der Ernährungsweise, Verringerung der körperlichen Aktivität sowie Umweltverschmutzung höhere Erkrankungsraten an Krebs zur Folge. Die Ernährung könnte ein Risikofaktor für bösartige Tumore sein. Dies sei damit verbunden, dass die Menschen weniger pflanzliche Lebensmittel verzehren würden, so der Onkologe.       

    HIV soll bis Ende des Jahrhunderts bekämpft werden

    Krebszellen
    © Foto : National Cancer Institute
    Eines der größten Probleme für das Gesundheitswesen bleibt das Humane Immundefizienz-Virus (HIV). Bisher hat HIV mehr als 35 Millionen Menschenleben gefordert. Ende 2016 waren etwa 36,7 Millionen Menschen weltweit mit HIV infiziert. 

    „Es kann vermutet werden, dass wir bis Ende dieses Jahrhunderts HIV und AIDS bewältigen werden“, sagte der Biologe und Professor Eduard Karamow. Der Schwerpunkt dabei solle die Entwicklung eines Impfstoffes gegen HIV sein. Heutige Vakzine würden nur 30 Prozent der Menschen schützen und dies reiche nicht. Der Impfstoff müsse nicht weniger als 70 bis 80 Prozent der Menschen schützen, um effektiv zu sein. Solche Impfstoffe würden in den nächsten zehn oder zwölf Jahren entwickelt werden, so der Biologe.

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    Tags:
    AIDS, Erkrankung, Krebs, Kreislaufsystem, HIV, Todesursache, Sputnik, WHO, Russland