14:26 19 November 2018
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    Tesla (Archivbild)

    Tesla bettelt bei Zulieferern um Geld und Rabatte – Medien

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    Der US-Elektroautokonzern Tesla soll seine Lieferanten um Rabatte bitten und einige sogar aufgefordert haben, Geld für bereits erbrachte Leistungen zurückzuzahlen, schreibt die US-Zeitung The Wall Street Journal.

    Nach Angaben der Zeitung soll Tesla alle seine Lieferanten aufgefordert haben, ihre Preise herabzusetzen, darunter auch für bereits abgeschlossene Verträge. Der E-Autohersteller habe einige Lieferanten sogar darum gebeten, „namhafte Mengen Geldes“ für früher erbrachte Leistungen zurückzuerstatten.   

    Das sei einfach skurril und zeige, dass Tesla jetzt verzweifelt sei, sagte der Produktionsberater Dennis Virag. „Sie sorgen sich um ihre Profitabilität, kümmern sich aber nicht um die Profitabilität ihrer Lieferanten“, so Virag.    

    Es komme vor, dass Autohersteller versuchen würden, bei langfristigen Verträgen niedrigere Preise zu erwirken. Die Aufforderung zur Rückerstattung von bereits ordnungsgemäß erbrachten Leistungen sei aber nicht üblich.  

    Vor einem Jahr hatte Tesla-Chef Elon Musk angekündigt, die Firma habe längere Zahlungsziele von etwa 60 Tagen erwirkt. Seither kann Tesla Wagen vom Model 3 vermarkten und die Zulieferer für die notwendigen Teile später bezahlen. 

    Das reicht jedoch nicht, um die von Tesla für die zweite Jahreshälfte 2018 angekündigten Gewinne zu bekommen. Im ersten Quartal 2018 verbuchte der Elektroauto-Hersteller einen negativen operativen Cashflow von 398 Millionen US-Dollar und einen Betriebsverlust von 597 Millionen US-Dollar. Infolge der Zinslasten betrug der Nettoverlust 785 Millionen US-Dollar.

    Sollte der Aktienkurs bis November nicht um fast 80 Prozent steigen, muss Tesla eine Wandelanleihe in Höhe von 230 Millionen US-Dollar in bar bedienen.

     

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    Preis, Verträge, Leistungen, Lieferant, Geld, The Wall Street Journal, Tesla, Elon Musk, USA