07:07 15 November 2019
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    Mesut Özil (Archivbild)

    Deutsch-türkischer Rapper liefert den Song zur Özil-Debatte

    © AP Photo / Gero Breloer
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    Mesut Özils Rücktritt spaltet das Land. Die einen sagen, der 29-Jährige habe sich durch das Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan selbst ins Aus befördert. Andere stellen sich nach dessen Rassismus-Vorwürfen hinter Özil. Der Rapper Eko Fresh baut künstlerische Brücken zwischen Deutschen und Deutsch-Türken.

    Der Song heißt „Aber“. Im dazugehörigen Video treten ein Deutscher und ein Deutsch-Türke rappend gegeneinander an. Der Deutsche beginnt mit typischen Vorurteilen. Er singt Zeilen wie: „Was möchtet ihr Kanaken, Geld und unsere Töchter anpacken?“ Oder: „Ihr fahrt dicke Autos und ich noch mit der Straßenbahn.“

    Dann tritt ein zorniger Deutsch-Türke auf den Plan und rappt zurück: „Heute guck ich in die Zeitung, wir sind üble Migranten, doch wir haben nicht vergessen, dass Asylheime brannten. Als Sündenbock ist euch Özil gut genug, aber Moment mal, was soll hier die Message sein? Weltmeisterschaft vorbei, weil er ein Selfie teilt?“ Zum Schluss sagt er: „Ich werd nie Deutscher sein, denn ich bin ein stolzer Türke!“

    Als sich diese beiden Männer aggressiv und unversöhnlich gegenübersitzen, kommt Eko Fresh dazu. Er schlägt rappend eine Brücke zwischen beiden Seiten. Seine letzten Worte lauten: „Zusammen in ´nem Land zu wohn’n, ist schwer, aber ihr macht das schon.“ Das Video wurde über eine Million Mal geklickt. (Redaktion)

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    Tags:
    Nationalelf, Nationalmannschaft, Integration, Fußball, Rassismus, Fußball-WM, Deutscher Fußball-Bund (DFB), Eko Fresh, Mesut Özil, Recep Tayyip Erdogan, Deutschland