09:22 22 August 2018
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    Bunderswehr-Soldat (Symbolbild)

    Attacke „stark gebräunter Männer“ auf Bundeswehrsoldaten offenbar erfunden

    © AFP 2018 / CHRISTOF STACHE
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    Der Angriff von drei Unbekannten auf zwei Bundeswehrsoldaten im hessischen Bad Hersfeld am 25. Juli hat sich vermutlich gar nicht ereignet. Dies teilte das Polizeipräsidium Osthessen am Montag mit.

    Demnach haben die jungen Männer die Straftat vorgetäuscht, weil sie wegen eines Verkehrsstaus am Mittwochmorgen zu spät zum Dienst erschienen waren. Dies sei das Ergebnis der Ermittlungen des osthessischen Staatsschutzkommissariats.

    Die beiden Bundeswehrsoldaten befürchteten nun arbeits- und dienstrechtliche Konsequenzen. Ihnen war daher die Idee gekommen, den Angriff auf dem Weg zum Dienst vorzutäuschen, hieß es. Die leichten Verletzungen sollen sich die beiden jungen Männer vor der Anzeigenerstattung selbst beigebracht haben.

    Zuvor war berichtet worden, dass ein 19-jähriger Soldat angegeben hatte, er sei am 25. Juli von drei unbekannten „stark gebräunten“ Männern mit den Worten „Nazi“, „Hurensohn“ und „Kindermörder“ beleidigt, bespuckt und geschlagen worden. Der andere Soldat, auf den er am Straßenrand wartete, um von ihm zur Kaserne mitgenommen zu werden, wurde laut Medien ebenfalls angegriffen.

    Strafrechtlich müssen sie sich nun wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat verantworten, hieß es.

    Tags:
    Angriff, Attacke, Soldaten, Bundeswehr, Bad Hersfeld, Hessen, Deutschland
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