08:51 20 August 2018
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    Bahnhof Düsseldorf Wehrhahn (Archivbild)

    Freispruch im Prozess um Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn – Medien

    CC BY-SA 3.0 / A.Savin / Düsseldorf Wehrhahn S-Bahn stop, Germany
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    Im Prozess um den Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn vor 18 Jahren hat das Landgericht den Angeklagten am Dienstag freigesprochen, weil es seine Schuld nicht als erwiesen ansah, berichten deutsche Medien unter Verweis auf die DPA.

    Ralf S. war beschuldigt worden, am 27. Juli 2000 an der S-Bahn-Haltestelle Düsseldorf-Wehrhahn eine Bombe gezündet und zehn Menschen einer zwölfköpfigen Gruppe – vorwiegend jüdische Sprachschüler aus Osteuropa – verletzt zu haben, einige von ihnen lebensgefährlich. Ein ungeborenes Baby starb. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund der Tat galt als wahrscheinlich.

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    Der Staatsanwalt hatte lebenslange Haft wegen zwölffachen Mordversuchs aus Fremdenhass beantragt. Die Verteidigung forderte einen Freispruch. Das Gericht sah die Zeugenaussagen und Indizien jedoch nicht als ausreichend und überzeugend für eine Verurteilung an.

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    Tags:
    Judenhass, Hetze, Bombenangriff, Mordversuch, Freispruch, Prozess, Fremdenfeindlichkeit, Fremdenhass, Anschlag, Gericht, Juden, Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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