16:06 17 November 2018
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    Kontrollpunkt der zentralafrikanischen Armee (Archivbild)Die in der Zentralafrikanischen Republik getöteten russischen Journalisten

    Zentralafrikanische Republik: Wer attackierte russische Journalisten? – Medien

    © AFP 2018 / Florent Vergnes © Sputnik / Jewgenija Nowoschenina
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    Die russischen Journalisten, die in der Zentralafrikanischen Republik einen Dokumentar-Film gedreht haben, sind von zehn Menschen attackiert worden, wie das „Radio Ndeke Luka“ berichtet.

    Laut dem Radiosender wurden Kirill Radtschenko, Alexander Rastorgujew und Orchan Dschemal etwa um 18.00 (Ortszeit) nicht weit von Sibut angegriffen.

    „Vertreter der Sicherheitskräfte hatten sie gebeten, nicht abzufahren, weil es bereits dunkel war. Sie setzten ihren Willen durch und fuhren weg“, so der lokale Beamte Marcelin Yoyo.

    Ihm zufolge sollen die Täter „Turbane getragen und nur Arabisch gesprochen“ haben.

    Die Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der Zentralafrikanischen Republik (Minusca) hat zuvor bestätigt, dass drei Tote in einem abgelegenen Auto entdeckt worden seien. Die Leichen seien ins Krankenhaus in Sibut gebracht worden.

    Zuvor hatten Medien berichtet, dass drei Menschen, die russische Presseausweise bei sich trugen, in der Zentralafrikanischen Republik getötet worden seien. Alle drei waren dort vom Zentrum der Leitung der Investigationen des russischen Unternehmers Michail Chodorkowski tätig. Sie sollen einen Dokumentar-Film über das Leben in der Zentralafrikanischen Republik gedreht haben. Sie hatten aber keine Akkreditierung. Zum letzten Mal gab es am Sonntag Kontakt zu ihnen.

    Laut dem Leiter des Zentrums der Leitung der Investigationen Andrej Konjachin sind die russischen Journalisten um 23 Kilometer von der Route abgewichen. Darüber hinaus verwies Konjachin auf das „stutzige“ Verhalten des Fahrers der Drehgruppe.

    „Wir haben den Fahrer aus der UN-Mission bekommen, er steht in den Daten der französischen Journalisten, die dort arbeiten (…). Aber er hat sich bei der Regelung der Situation seltsam benommen, das habe ich den Männern gesagt:,Er benimmt sich irgendwie seltsam …ʻ Sie sagten:,Nein, es scheint okay zu seinʻ. Am nächsten Tag sind sie abgefahren, und auf halbem Weg wurden sie erschossen, und der Fahrer überlebte erstaunlicherweise“, sagte er gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti.

    Später erklärte eine mit der Situation vor Ort vertraute Quelle, dass die Toten die nicht mehr gültigen Ausweise verschiedener Medien bei sich gehabt hätten.

    Das Ziel des Angriffs sei bislang nicht klar. Laut einer Version kann es sich um einen Raub handeln.

    Die Situation wird vom russischen Außenminister Sergej Lawrow persönlich kontrolliert. Das Außenministerium hilft auch beim Transport der Leichen ins Heimatland.

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